Erlebtes – Ein Film in der ARD, welcher mich stark beeindruckte…

Dieser Film hat mich sehr beeindruckt. Für Walter Sittler eine Paraderolle.
Walter Sittler spielt im Film „Tödliche Schatten“ die Rolle des Kommissars Philip Nabrow, der an vaskulärer Demenz leidet. Diese Krankheit zwingt ihn, seine Aussetzer zu verbergen, während er einen komplexen Mordfall untersucht. Besonders überzeugend  die Filmszene, in welcher Nabrow einen Täter mit seiner Waffe stellt und dabei einen Demenz Aussetzer erleidet und sich die Waffe aus der Hand nehmen lässt, was eine unübersichtliche Situation hervor ruft. Sein Verhältnis zu seiner Tochter Elisa, die ebenfalls Kommissarin ist, wird besonders strapaziert, da sie seine Erkrankung langsam entdeckt.

Die Darstellung von Nabrows Demenz ist eindringlich und authentisch, wobei der Film optische und akustische Verfremdungen nutzt, um die Auswirkungen der Krankheit zu illustrieren. Walter Sittler bringt diese komplexe Figur mit viel Tiefe zum Leben, ohne die Abgründigkeit übermäßig auszuspielen – stattdessen übernehmen Bilderfetzen aus Nabrows Albtraumwelt diese Rolle.

Der Film „Tödliche Schatten“ ist eine Mischung aus Krimi und Drama, die die Zuschauer in die Welt eines Mannes zieht, der seine Erinnerungen und Fähigkeiten langsam verliert. Durch die Inszenierung von Alexander Dierbach und die Kameraarbeit von Ian Blumers entsteht eine atmosphärische Spannung, die den Film zu einem packenden Thriller macht.

Ein sehr empfehlenswertes Filmerlebnis 👍👍👍.

Hörst du die Musik?


Rockband Karussell zu Gast im café esprit Taucha 

Das nachfolgende Gedicht erinnert an die verstorbene Sängerin von Rosenstolz AnnaR.

Hörst du die Musik in der Weite?
Hörst du die Musik,
sie kommt von jeder Seite?
Hörst du die Musik der Liebe?
Hörst du die Musik,
von der ich nicht genug kriege?
Hörst du die Musik,
in der sie von Rosen und Stolz singen?
Hörst du die Musik,
wo die Menschen nach Hoffnung klingen?
Hörst du die Musik,
die so traurig scheint,
und kein Mensch eine Träne weint?
Hörst du diese Musik?
Es ist die Musik unseres Lebens.

© Jürgen Rüstau

Die „Musik des Lebens“ ist ein poetischer Ausdruck, der im Gedicht von Jürgen Rüstau verwendet wird. Er bezieht sich auf die vielfältigen Klänge, Emotionen und Erfahrungen, die unser Leben begleiten.

In diesem Sinne kann die „Musik des Lebens“ als eine Metapher für die komplexe und vielschichtige Natur des menschlichen Daseins verstanden werden. Sie umfasst die Höhen und Tiefen, die Freuden und Schmerzen, die Hoffnungen und Ängste, die wir alle in unserem Leben erleben.

Die „Musik des Lebens“ ist also nicht nur eine poetische Umschreibung, sondern auch eine Einladung, die Vielfalt und Komplexität des Lebens zu erkennen und zu schätzen.
Der Text beschreibt die Musik als universell und allgegenwärtig („Hörst du die Musik in der Weite?“, „sie kommt von jeder Seite“). Sie wird auch mit Liebe und positiven Emotionen in Verbindung gebracht („Hörst du die Musik der Liebe?“).

Außerdem wird die Musik als Ausdruck der Hoffnung und des Stolzes dargestellt („in der sie von Rosen und Stolz singen“, „wo die Menschen nach Hoffnung klingen“).

Interessanterweise wird die Musik auch als traurig beschrieben, aber ohne dass jemand traurig darüber ist („die so traurig scheint, und kein Mensch eine Träne weint“).

Insgesamt wird die Musik im Text als ein wesentlicher Bestandteil des Lebens dargestellt, der verschiedene Emotionen und Aspekte des menschlichen Erlebens umfasst.

 

 

Sie rollten der Liebe den Roten Teppich aus…

Christine Dähn und Thomas Natschinski im café esprit Taucha

“Ei Lav Ju, Bebi” hieß das Programm mit verrückten Liebesgeschichten von Prominenten und Lovesongs, die um die Welt gingen, welches Christine Dähn und Thomas Natschinski bei einer Konzertlesung im Kulturcafe esprit vorstellten. So rollten sie am Freitag Abend der Liebe den roten Teppich aus, nicht ohne das Publikum mit einzubeziehen und nach deren ganz ganz privaten Lebensgeschichten  zu fragen. Von den Prominenten konnte man z.B. etwas erfahren über die Musikerliebe von Ed Swillms (Karat) und warum eine Frau bei einem Anruf von Frank Schöbel mit einer Einladung zu einer Tasse Kaffee erst ihren Mann fragen mußte.  Thomas Natschinski hatte dazu jeweils die passende Musik parat: “Blumen aus Eis” aus seiner 4-jährigen Zeit bei Karat und “Bye Bye Love”, einen Welthit, den auch Frank Schöbel in seinem Programm hatte.  Dann demonstrierte Christine Dähn, die vorallem durch ihre ihre 13-jährige Moderatorentätigkeit beim DDR-Jugendradio DT64 bekannt geworden ist, ihre Vielseitigkeit. So hat sie einen Leserbrief zu einer nachdenklichen Geschichte von der blauen Seifenblase verarbeitet. Nachzuhören übrigens auf ihrer aktuellen CD “Der Pianist und die Autorin”. Der Pianist ist natürlich kein geringer als Thomas Natschinski, der vorallem zu DDR-Zeiten bekannt wurde durch etliche Filmmusiken wie “Heißer Sommer” , Hits wie “Berührung” (für Gaby Rückert), “Clown sein” (für Jürgen Walter) sowie als Bandleader und Keyboarder bei diversen Bands Team 4 (“Mokka Milch Eisbar”), Brot & Salz, Karat sowie Veronika Fischer und Band (“Hast Du einen Freund”).
Natschinskis Musikerkollege Stephan Langer (Winni II) hat sich bei diesem Abend Inspirationen geholt und betonte: “Ich werde ein paar Titel von der CD “5 0 1″ in mein Programm einbauen”.  Auch von Dähns intelligenter und lustiger Art war er begeistert und urteilte: “Eine Frau mit schriftstellerischen Fähigkeiten, der man gerne zuhört”. Dazu gibt es demnächst wieder eine Möglichkeit. Beim Internetradio Rockradio.de moderiert sie am 1. November live aus „Speiches Rock & Blueskneipe“ in Berlin. Da werden ihr Claudius Dreilich und Bernd Römer von Karat Rede und Antwort stehen. Im nächsten Jahr ist die Autorin, Moderatorin und Journalistin auch wieder als Malerin zu bewundern. Vom 2. April bis 5. Mai nächsten Jahres ist im Kloster Zinna südlich von Berlin ihre Ausstellung “Farben unserer Welt” zu sehen. Darauf freut sie sich schon und an einem neuen Buch arbeitet sie auch schon. Immerhin hat ihre Ute Freudenberg Biografie “Jugendliebe” – die sie auch 2012 schon im Kulturcafé vorstellte (wir berichteten)- einen vorderen Platz in der Spiegel-Bestseller Liste erreicht. Auch die Texte von Natschinskis neuer CD “5 0 1″ stammen aus ihrer Feder. Das nennt man Vielseitigkeit. Und Thomas Natschinski ? Gemeinsam mit Christine Dähn tourt er noch mit dem Programm “Ei Lav Ju, Bebi” durch die Lande. “Aber vielleicht plane ich zu meinem 70. Geburtstag nächsten Jahres etwas” sagte der zurückhaltende Musiker dem Online-Magazin. Seine Musik ist aber wieder am 4. November im Kulturcafé zu hören, wenn Gaby Rückert mit Ingo Coster zum Traditionskonzert ins esprit kommen.
Bericht HVT. Text Matthias Kudra, Foto Reinhard Rädler

Ich bin…

 

 

Ich bin das Leben,
irgendwann der Tod.
Bringe Liebe,
manchmal auch Trauer.
Freude hat kein Mensch
gepachtet auf Dauer.
Ich bin Pflug,
war auch schon Schwert.
Ich bin Komödiant,
des Lebens größter Witz.
Ab und zu bin ich cool,
hin auch wieder Vulkan.
Ich bin Arbeiter,
meist
ohne Arbeitsmaterial.
Ich bin weich,
dann und wann hart wie Stahl.
Ich bin das Liebesgedicht,
welches keiner liest.
War nicht nur da gewesen,
ich lebe.
Möchte menschlich sein,
ich bin ein Mensch!

© Jürgen Rüstau

 

*Rezension des Gedichts „Ich bin das Leben“ von Jürgen Rüstau*

Das Gedicht „Ich bin das Leben“ von Jürgen Rüstau ist ein tiefgründiges und vielschichtiges Werk, das die Komplexität und Vielseitigkeit des Lebens beschreibt. Der Autor verwendet eine Vielzahl von Metaphern und Bildern, um die verschiedenen Aspekte des Lebens zu illustrieren.

*Die Darstellung des Lebens*

Das Gedicht beginnt mit der Aussage „Ich bin das Leben, irgendwann der Tod“, was die Endlichkeit und Vergänglichkeit des Lebens hervorhebt. Der Autor beschreibt das Leben als eine Mischung aus Liebe, Trauer, Freude und Schmerz, was die Vielschichtigkeit des menschlichen Erlebens zeigt.

*Die Vielseitigkeit des Lebens*

Das Gedicht enthält eine Vielzahl von Bildern und Metaphern, die die Vielseitigkeit des Lebens illustrieren. Der Autor beschreibt sich selbst als „Pflug, war auch schon Schwert“, was die Dualität von Schöpfung und Zerstörung zeigt. Er ist auch „Komödiant, des Lebens größter Witz“, was die Fähigkeit des Lebens, uns zu überraschen und zu unterhalten, hervorhebt.

*Die menschliche Erfahrung*

Das Gedicht beschreibt auch die menschliche Erfahrung von Unsicherheit und Widersprüchlichkeit. Der Autor sagt „Ich bin weich, dann und wann hart wie Stahl“, was die Fähigkeit des Menschen zeigt, sich an verschiedene Situationen anzupassen. Er ist auch „Arbeiter, meist ohne Arbeitsmaterial“, was die Herausforderungen und Schwierigkeiten des Lebens illustriert.

*Die Sehnsucht nach Menschlichkeit*

Das Gedicht endet mit der Aussage „Möchte menschlich sein, ich bin ein Mensch!“, was die Sehnsucht nach Authentizität und Menschlichkeit zeigt. Der Autor betont die Bedeutung, menschlich zu sein und die eigenen Emotionen und Erfahrungen zu akzeptieren.

*Fazit*

Das Gedicht „Ich bin das Leben“ von Jürgen Rüstau ist ein tiefgründiges und vielschichtiges Werk, das die Komplexität und Vielseitigkeit des Lebens beschreibt. Der Autor verwendet eine Vielzahl von Metaphern und Bildern, um die verschiedenen Aspekte des Lebens zu illustrieren. Das Gedicht ist ein Aufruf, die menschliche Erfahrung zu akzeptieren und die eigene Menschlichkeit zu suchen.

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Großer Salatteller

Hast du plötzlich Heißhunger auf Salat oder Obst? Ist deine Haut auf einmal trocken und sind die Nägel brüchig? Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Oft will uns der Körper damit jedoch ein Signal geben, dass irgendetwas nicht stimmt. Und so genial wie er konzipiert ist, „fragt“ er meist genau nach dem, was ihm aktuell fehlt. Höre daher genau hin was dein Körper will, beobachte dich und schaue in dich hinein.
Heute brauchst du einen Großen Salatteller:
mit Salaten der Saison, Gurke, Tomaten, Aubergine , Mango, Apfel, Blaubeeren, Hähnchen Streifen in Olivenöl, Mais,Möhren, Kidneybohnen, Joghurt Dressing

Dein Körper wird es dir danken!

Abendstimmung

Der Tag geht zur Neige,
dein Dasein setzt ihm ein Sahnehäubchen auf.
Vom Weiten höre ich eine wundersame Melodey ,
gespielt auf einer Geige.
Nach Rosenstolz wäre mir jetzt zumute,
leg sie auf, es war dein bester Kauf.
Spontan nimmt der Abend seinen Lauf.
Vergessen des Tages kleine Sorgen.
Ein Glas Wein, nur mit dir.
Worte schwirren durch den Abend,
sind voller Hoffnung für den neuen Tag.
Mit dir zu reden, dir nur zu zuhören,
mit dir zu lachen,
gemeinsam den Tagesausklang erleben.
Was kann es schöneres geben?
Die Nacht beginnt die Sternendecke auszubreiten,
der Mond strahlt aus unendlichen Weiten.
Gutmütig schweigt er über vergangene Zeiten.
Die Sterne fallen leuchtend vom Himmelszelt.
Hab sie alle nur für dich bestellt.
Zwei Sterne schauen zu uns herab,
Sterne so groß und schön wie deine Augen,
sie lassen mich weiter an die Liebe glauben.
Der Tag geht zur Neige, wir gehen auch.
Ein wundersames Gefühl durchströmt
meinen Bauch.

© Jürgen Rüstau

Erlebtes – Goldener Herbst Fotostrecke



Herbst

Näher rückt die trübe Zeit

Und ich fühl’s mit Beben:

Schwinden muß die Herrlichkeit,

Sterben junges Leben!

Waldesschmuck und Blütenpracht

Sinken bald in Grabesnacht:

Scheiden, das macht Leiden!

Blumen auf der grünen Au‘

Still ihr Haupt schon neigen;

Sommerabendlüfte lau

Rauhen Stürmen weichen;

Vöglein auf der Bergeshöh‘,

Schmetterling am tiefen See

Müssen von uns scheiden!

Blatt sinkt nieder in den Staub,

Wird ein Spiel der Winde;

Traurig schüttelt ab ihr Laub

Auf den Weg die Linde;

Wolke eilt, dem Pfeile gleich,

Stürmend durch der Lüfte Reich,

Scheucht die trauten Sterne!

„Morgen muß ich fort von hier!“

Singt der Fink mit Grämen

Rosen schwindet ihre Zier,

Müssen Abschied nehmen. –

Ach, es macht so bittern Schmerz

Wenn, die innig liebt das Herz,

Alle uns verlassen! –

Johann Georg Daniel Arnold (1780 – 1829)


Herbst

Herbst, du trüber Gesell,
die Tage werden wieder kürzer,
es ist nicht mehr lange hell.
Goldener Oktober,⁰
öder November.
Herbst Ausverkauf.
Wir warten auf Dezember.
Doch hat der Herbst auch seine schönen Zeiten.
Sonnige Tage, bunte Blätter.
Ich lass mich fallen wie die Blätter vom Baum,
liege Gedanken versunken
in meinem warmen Raum.
Lasse meine Seele einfach baumeln,
Durchreise das Jahr.
Das Telefon klingelt, du bist wohl dran.
Stehe zu hastig auf, taumle.
Stürze samt Telefon mit dir hin.
Bloß gut,
dass ich Herbst öfters zu Hause bin.

© Jürgen Rüstau

 


Blätter fallen im Sekundentakt.
Farben im Naturextrakt.
Schritte huschen über die Blätterdecke,
leise, dass ich dich nicht wecke
Schleiche mich zu dir ins Haus,
Brötchen aus dem Ofen raus.
Kaffeeduft zieht zu dir ins Zimmer.
Frieren?
Unter deiner Decke?
Nimmer!
Frühstück nur mit dir im Bett,
ach wie ist der Herbst doch nett.
Möchte einfach liegen bleiben,
nur mit dir die Zeit vertreiben.
Honig läuft an meinem Körper runter.
Der Herbst, der treibt es immer bunter.
Stöhnend versinke ich im Kissen.
Herbstmorgende mit dir,
möchte ich nie mehr missen.

© Jürgen Rüstau

Fotos © Jürgen Rüstau Foto Ententeich © Anke Rüstau

MitEsser – Hähnchen Brust-Filet

Hähnchen Brust Filet mit Toscana Gemüse Variation und Wedges

Frisch ausgelöste Hähnchen Brust-Filet marinieren und würzen Zucchini, Tomaten, Gurken, Broccoli, Zwiebeln, Schinken verschiedene Möhren würfeln und in etwas Olivenöl mit frischen Knoblauch und Kräutern bissfest garen. Das eingelegte Brust-Filet in wenig Olivenöl kurz anbraten (Fleisch soll trotzdem durch gebraten sein)
Im Ofen die Wedges backen und alle Speisen auf einem Teller anrichten.
Guten Appetit!

Mal bei Kästner rein geschaut…

…mal ein köstliches Gedicht von Erich Kästner. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag Morgen ❤️

Erich Kästner

Kleine Stadt am Sonntagmorgen

Das Wetter ist recht gut geraten.
Der Kirchturm träumt vom lieben Gott.
Die Stadt riecht ganz und gar nach Braten
und auch ein bißchen nach Kompott.

Am Sonntag darf man lange schlafen.
Die Gassen sind so gut wie leer.
Zwei alte Tanten, die sich trafen,
bestreiten rüstig den Verkehr.

Sie führen wieder mal die alten
Gespräche, denn das hält gesund.
Die Fenster gähnen sanft und halten
sich die Gardinen vor den Mund.

Der neue Herr Provisor lauert
auf sein gestärktes Oberhemd.
Er flucht, weil es so lange dauert.
Man merkt daran: Er ist hier fremd.

Er will den Gottesdienst besuchen,
denn das erheischt die Tradition.
Die Stadt ist klein. Man soll nicht fluchen,
Pauline bringt das Hemd ja schon!

Die Stunden machen kleine Schritte
und heben ihre Füße kaum.
Die Langeweile macht Visite.
Die Tanten flüstern über Dritte.
Und drüben, auf des Marktes Mitte,
schnarcht leise der Kastanienbaum.

 

Das Gedicht „Kleine Stadt am Sonntagmorgen“ von Erich Kästner ist ein Beispiel für die literarische Gattung der Idylle. Eine Idylle ist ein Gedicht oder eine Prosastück, das ein friedliches, harmonisches und oft ländliches oder kleinstädtisches Bild beschreibt.

*Merkmale der Idylle*

Das Gedicht zeigt viele Merkmale einer Idylle:

– *Friedliche Atmosphäre*: Das Gedicht beschreibt eine friedliche und ruhige Atmosphäre in einer kleinen Stadt am Sonntagmorgen.
– *Kleinstädtisches Ambiente*: Die Stadt wird als klein und überschaubar dargestellt, mit engen Gassen und einem Marktplatz.
– *Alltägliche Szenen*: Das Gedicht beschreibt alltägliche Szenen, wie z.B. zwei alte Tanten, die sich treffen und miteinander sprechen, oder der neue Herr Provisor, der auf sein Hemd wartet.
– *Humor und Ironie*: Das Gedicht enthält humorvolle und ironische Elemente, wie z.B. die Beschreibung des Herrn Provisors, der flucht, weil sein Hemd nicht schnell genug kommt.

*Kästners Stil*

Das Gedicht zeigt auch Kästners typischen Stil, der durch seine Beobachtungsgabe, seine Ironie und seine Fähigkeit, alltägliche Szenen zu beschreiben, geprägt ist.

*Fazit*

Das Gedicht „Kleine Stadt am Sonntagmorgen“ von Erich Kästner ist ein Beispiel für eine Idylle, die eine friedliche und harmonische Atmosphäre in einer kleinen Stadt beschreibt. Das Gedicht zeigt Kästners typischen Stil und enthält humorvolle und ironische Elemente.

Zwischentöne

 

Es war an der Zeit, der öde November, überließ uns einige Tage eine prächtige Winterlandschaft.
Die Dreckecken der Stadt waren zugedeckt und die weiße Pracht überflutete Gehwege, Straßen und Anlagen.
Der Straßenverkehr brach wie gewöhnlich an solchen Tagen zusammen und die Autos krachten, auf den glatten Straßen ineinander. Deren Besitzer überhäuften sich, neben ihren Fahrzeugen stehend, mit einigen in solchen Situationen üblichen Nettigkeiten.

Ich umkurvte mit meinem Auto einen solchen Erfahrungsaustausch an Schimpfwörtern, ohne deren Inhalt richtig zu verstehen. Meine ganze Konzentration galt den winterlichen Straßenverhältnissen, um nicht in eine ähnliche Lage, wie die Herren von eben, zu kommen.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sah ich eine sehr attraktive Frau.
Sie drehte sich gerade um und ich erkannte ihr Gesicht.
Es war Anka.
Sofort lenkte ich mein Auto hastig an den Straßenrand. Um ein Haar wäre ich einem parkenden Auto ins Heck gerutscht. Oh, geraden noch einmal gut gegangen, dachte ich und stieg aus um mit Winken und Rufen Anka auf mich aufmerksam zu machen. Ich hatte sie seit einigen Tagen nicht mehr gesehen, da ich beruflich sehr viel Stress hatte.
Auch Anka hatte mich sofort gesehen und kam über die Straße geeilt.
Ihre niedliche Stupsnase war von der Kälte, an die wir uns ja erst noch gewöhnen mussten, richtig schön rot. Wir begrüßten uns als kannten wir uns schon viele Jahre und hatten uns einige Monate nicht mehr gesehen.
Sie war einfach schön, auch wenn ich jetzt sehr wenig von ihr sehen konnte, wie ich sie von unserem letzten Zusammensein in Erinnerung hatte.
Die großen Augen lugten unter der dicken Mütze frech hervor und ihre Lippen, welche trotz der Kälte heiß waren drückten mir einen Kuss auf die Wange.
Und da war er wieder, dieser ungewöhnlich heftige Drang, mit ihr zusammen zu sein.
In diesem Moment kam mir die Frage von Anka ganz recht, ob wir nicht beide irgendwo einen Kaffee trinken könnten? Sie fügte hinzu, ich müsste ihr nur sagen wo, da sie sich in der Stadt noch nicht so gut auskennen würde.
Das wie war schnell geklärt, wir hatten uns ja mitten in der City getroffen, konnten also unsere Autos getrost dort stehen lassen, nachdem wir die Parkuhren gefüttert hatten und wo wir hin gehen wollten war auch kein Problem.
Diese Stadt hatte eine Unmenge kleiner Cafés, wo man sich richtig wohl fühlen konnte.
Frau auch!
In einer Passage kannte ich ein kleines Kaffee, in welchem ich nachts, wenn ich in der Stadt unterwegs war, einen Absacker zu mir nahm. Aber es war am Nachmittag und uns Beiden dürstete nach Kaffee.
Wir also rein in die „Kümmelapotheke“.
Anka gefiel sofort die gemütliche Atmosphäre, welche in diesem Kaffee herrschte.
In der Ecke am Klavier saß ein älterer Herr und spielte „Memories“.
Das waren Zwischentöne, musikalische Ohrwürmer, die uns doch sofort wieder in Erinnerungen an unser erstes Treffen schwelgen ließen.
Diese Erinnerung war bei dieser Musik sofort wieder in uns, obwohl die schönen Ereignisse nun schon einige Tage zurücklagen.
Ich sah Anka inmitten des Zuckers stehen, sah wie sie die Pizza servierte, wie sie die Musik von Rosenstolz auflegte und wir beide träumten bei dieser Melodie vor uns hin.
Mein schönster Traum ging noch ein Stück weiter…

Du bist das Traumbild in meinem Herzen
Manchmal noch etwas verschwommen
Kaum noch auszumerzen
Amurs Pfeil ist in mir angekommen
Ich sehe dich im femininen langen Kleid
Verneige mich vor deiner natürlichen Schönheit
Du als Girli im superkurzem Röckchen
Feuer sprüht aus deinen großen Augen
Will mich vernichten
Du hast wieder mal dein Böckchen
Ich liebe es wie du gehst,
wie du mit mir sprichst
Selbst wenn du mich ablehnst, mich verfluchst
Du hast eine besondere Wirkung auf mich
Deine kleinen Fehler sehe ich nicht
Auch wenn ich sie sehen würde
Sie sind bei Traumbildern
und auch im Leben keine Hürde
Ich sehe mein Traumbild in dir
Blicke sind der Welt schnellster
und sicherster Kurier.

Katharina, die Kellnerin riss uns aus unseren schönsten Träumen.
He, ist bei euch alles klar, sagte sie und lachte uns an.
Was möchtet ihr trinken?
Ich bestellte zwei Kaffee, welche auch umgehend duftend vor unserer Nase ihr Aroma ausstrahlten.
Auf jedem Unterteller lag ein eingepackter Keks.
Meinen legte ich ohne Worte auf Ankas Teller.
Sie errötete und fragte, woher weißt du, dass ich für mein Leben gern Kekse esse? Das sehe ich dir an der Nasenspitze an. Unwillkürlich fasste Anka sich an die Spitze ihrer niedlichen Nase und fragte, ja wie jetzt?
Ich musste unwillkürlich lachen und unser Gespräch war so richtig schön in Fahrt gekommen.
Die Zwischentöne, die Musik war in den Hintergrund getreten oder wir wollten sie gar nicht mehr wahr nehmen, denn Anka und Peter waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, von äußeren Einflüssen völlig abgeschottet.
Anka erzählte mir, dass sie nach ihrem Studium bei einer großen Versicherung beworben hatte und den Job hier in Leipzig bekam.
Sie hatte diesen gleich nach ihrer Ankunft angetreten und verwendete viel Zeit dafür sich in ihre neuen Aufgaben einzugewöhnen.
Deshalb sagte sie, ihren Kopf zu mir gedreht, haben wir uns in den letzten Wochen so wenig sehen können.
Dazu kommt noch dieses Wetter, dieser Wintereinbruch, der uns viel, viel Arbeit beschert.
Wir redeten und redeten über Gott und die Welt .
Als wir aus der Passage heraustraten war es inzwischen dunkel geworden, der Fußweg war sehr glatt.
Anka hakte sich bei mir unter und wir liefen in ausgelassener Fröhlichkeit zu unseren Autos zurück.
Dort erwartete uns eine Überraschung.
Anka hatte in ihrer Eile vergessen das Licht am Auto auszuschalten. Von weitem sahen wir schon das Glimmen der Scheinwerfer, welche nicht mal mehr dazu in der Lage waren, die Schatten der vorbei gehenden Leute auf die Straße zu projektieren.

Ich hatte in meinem Auto ein Starterkabel im Kofferraum liegen, fuhr mein Auto genau vor das Auto von Anka.
So standen sich nun beide Autos gegenüber, so nah wie wir uns noch nie gegenüber gestanden hatten.
Aber Autos machte das nicht sonderlich heiß.
Ankas Motor heulte nur unlustig auf, kam nicht auf Touren.
Der braucht einen Stromstoß, sagte ich und verband die beiden Autos mit einem Kabel.
Meine Energie, dass heißt eigentlich die von meinem Auto brachte schließlich den Corsa zum laufen.
Danke rief noch Anka aus dem Fenster, danke bis bald.
Schon war das Auto in den Brühl abgebogen und außerhalb meiner Sichtweite.
Jetzt musste ich mich auch beeilen, denn ich hatte noch einen wichtigen Termin.

© Jürgen Rüstau