Tagessplitter am 17. Februar



Breitenfeld i.V. Alte Schule

Guten Morgen Welt,
heute mit einer Erinnerung an meine Jugendzeit. Das magische Wort ist da für mich Breitenfeld im Vogtland. Hier verbrachte ich doch einige Sommer und auch Winter. Hier hatte ich meine erste Freundin, sie hieß Christiane. Sie kam aus Wildenfels bei Zwickau und war hier bei ihrer Tante zu Besuch. Ganz zufällig war auch ich immer zur gleichen Zeit in Breitenfeld. Wir waren jung, die Zeit war unbedarft und schön. Wir liefen drei Kilometer bergauf, bergab und hatten nach drei Kilometer das Kino in Markneukirchen erreicht. Vom Film haben wir nicht sehr viel gesehen. Abends unternahm ich dann öfters meine ersten kneipalen Stehversuche im legendären Gasthof Breitenfeld am Stammtisch. Unmengen an Wernesgrüner Pils wurden da getrunken. Dann war ich wieder in Leipzig und ließ die Großstadt auf mich ein prasseln, in aller Lautigkeit. Mein Freund Dietmar lebte bis vergangenes Jahr noch in Breitenfeld und ist leider verstorben. Schön war für uns die Zeit in Breitenfeld. Unbeschwert und glücklich. Viele Jahre bin ich noch mit meiner Frau und den Kindern immer am Sonntag vor Weihnachten nach Breitenfeld gefahren um den Weihnachtsbaum in dem dortigen Forstbetrieb zu holen. Ein besonderes Erlebnis war dann die Rückfahrt durch das weihnachtliche Vogtland und Erzgebirge nach Hause. Wunderschöne Erinnerungen.

Vorab möchte ich schon das Thema für das Dienstag Drabble am 20. Januar bekannt geben. Also schreibe bitte über das nachfolgende Bild ein Geschichte als Drabble mit exakt 100 Wörtern. Diese Geschichte kann in der Kommentarfunktion veröffentlicht werden. Dankeschön 👍 Viel Spaß mit dieser Geschichte!

Euch allen einen schönen Abend

 

Tagessplitter am 15. Januar

Heutiges Elfchen:
„Grau
in grau
sind die Tage.
Nach Sonne das Gemüt.
Frühlingshoffnung.“

Und noch ein Gedicht aus meiner Feder:

Herzenswunsch

Hallo beste Freundin Sonnenschein,
schau doch in mein Herz hinein.
Schicke mir deine warmen Strahlen.
Befreie mich von kalten Qualen.
Ich will nichts weiter von dir haben,
möchte mich an deiner Wärme laben.
Liebe Freundin Sonnenschein,
kann dieser Wunsch denn Sünde sein?
Habe keinen anderen Wunsch,
will nur diesen hellen Farbenpunsch.
Strahlend helle, purpurfarben,
nicht mehr länger in Kälte darben.
Ich weiß es genau, du bist so nett,
legst mir den Frühling in mein Bett.

© Jürgen Rüstau

Mittagspause

Italienische Maccharoni mit Kräuter-Spinat Sauce und Lachsfilet 

Henner Kotte hat viele Fans in Leipzig und Umgebung

 


Henner Kotte *1963 bis 2024 hier im café esprit
Erinnerungen
Taditionell gehört der zweite Abend bei “Leipzig liest in Taucha” den Krimis. Da durfte natürlich Henner Kotte nicht fehlen, der Stammgast bei der Kriminacht. Diesmal hatte Kotte gleich zwei Bücher im Gepäck : “Bonny & Clayde vom Sachsenplatz” und “Stiefel für den Tod”, aus denen er jeweils zwei unglaubliche Geschichten las. Zum Beispiel die Dresdener Weihnachtsgeschichte aus dem Jahre 1949 von den Museumsknochen, dem Skelett einer Doppelmörderin, die eine Mutter mit Kind auf furchtbare Weise tötete, die Leichen zerstückelte und das Fleisch für ein paar Pfennige an ihre Nachbarinnen verkaufte. Bis 1990 hing das Skelett im Dresdener Hygienemuseum. Seitdem ist es verschwunden, bis heute. Schon Kottes Oma hatte ihm von dem Fall erzählt, nun konnte er ihn anhand von Originalprotokollen recherchieren. “Die Dresdener haben den Fall nie vergessen” meinte Kotte, der in Dresden aufgewachsen ist, seit 1984 aber in Leipzig lebt.
Dagegen ist der zweite Autor des Abends waschechter Dresdener: Andreas M. Sturm. Auch er hat ein Faible für Kriminalromane, doch im Gegensatz zu Kotte sind seine Geschichten reine Phantasieprodukte. In einer spannenden Lesung las Sturm dann mehrere Passagen aus seinem Krimi “Albträume” (fhl-Verlag 2013). Da werden gleich zwei Damen auf Verbrecherjagd geschicht, stoßen aber bald an ihre physischen und psychischen Grenzen. Bewusst hat er sich für zwei Kommissarinen entschieden, denn mit den Frauen würde er nach eigenen Aussagen besser klar kommen. Bei seiner Lesung kam sogar die Maultrommel zum Einsatz.
Text und Fotos: Matthias Kudra

Henner Kotte war viele Male zu Lesungen und zum Literaturstammtisch zu Gast im café esprit Taucha. Auch überzeugte er in Taucha mit einem Kriminal Stadtrundgang. Leider verstarb er im Jahre 2024 nach einer langen schweren Krankheit.

Ich lese gerade von Henner Kotte:

Rohheit, Niedertracht, Verfehlung

Heinrich Wilhelm Kürschner soll den Tod durch das Fallbeil sterben. Er wird beschuldigt, am 3. November 1865 den allseits geachteten Kaufmann August Markert ausgeraubt und heimtückisch ermordet zu haben. Noch vor seinem Scharfrichter beteuert der junge Mann seine Unschuld …

Während der Leipziger Frühjahrsmesse 1976 wird ein Brand im Centrum-Warenhaus gelegt – Menschenleben in Gefahr! Geschah es aus Rache eines abgesetzten Mitarbeiters, einem Akt der Westspionage oder doch aus reiner Habgier?

Virtuos nimmt Henner Kotte die Spur der Täter und Ermittler auf und rekonstruiert aus Vernehmungsprotokollen, Tatortberichten, Presseartikeln sowie privaten schriftlichen Zeugnissen aufsehenerregende Verbrechen aus zwei Jahrhunderten – packend und authentisch!

Tagessplitter am 14. Januar

Guten Morgen Welt,

der in den letzten Tagen uns  zugedeckt hatte, der Schnee ist wieder verschwunden, genau wie die Träume, welche ich in den vergangenen Tagen hatte. Ich habe herausgefunden, die Phantasien, welche man als kreativer Schreiber unbedingt braucht, können manchmal sich auch ins Negative kehren. Dann werden es Alpträume. Dann werden die Träume, die sonst für mich so wichtig sind zu einer Last und treiben Schabernack mit meinem Gehirn. Ich sehe Weiße Mäuse wo gar keine sind und das Schlimmste, es fühlt sich realistisch an. Die eigene Kreativität täuscht dich. Anderseits benötige ich aber diese Träume um kreativ schreiben zu können. Aber Zurückhaltung sollte das Maß aller Dinge sein, um auch zukünftig schöne Gedichte und Geschichten zu schreiben…

„Die Bedeutung der Maus im Haus liegt darin, sich von Details zu lösen . Es kann sogar so wörtlich gemeint sein, wie den Zwang zur Sauberkeit und Ordnung aufzugeben. Nehmen sie sich stattdessen Zeit, ihr schönes Zuhause und Ihr Leben wertzuschätzen. Erstellen sie eine Liste mit Dingen, für die sie dankbar sind“.

Der Spiegel der Existenz

Durch dunkle Räume gehe ich.
Nur die Spiegel der Existenz sind erhellt.
In einem dieser Spiegel sehe ich mich.
Zwar im Zerrbild, doch deutlich genug,
um mich zu erkennen.
Plötzlich erscheint mir in einer Ecke ein Licht.
Fange an zu laufen, es wird zum Rennen.
Ich stehe vor dem Licht
und muss erkennen,
dass es nur eine Brechung im Spiegel ist.
War alles nur ein Trug?
Ich sah,
dass ein erhelltes Fenster aufschlug.
Nur ein Traum?
Laufe zum Fenster und sehe hinein.
Der Strahl aus dem Spiegel reflektiert mich in den Raum.
In diesem sitzt du gemeinsam mit mir.
Der Spiegel der Existenz
hat mich wieder zu dir geführt.
Er hat mich gelehrt an meinen Traum zu glauben,
längst vergessene Gefühle zu entstauben.
Meine Existenz ist deiner bedingt.
Was uns ein Leben in Liebe bringt.

© Jürgen Rüstau

Drabble der Woche

Bittersüßer Abend

Der Streit zwischen uns ist dieses Mal eskaliert. Ich wollte das nicht aber es ist passiert. Eine ungelenke Handbewegung und das Weinglas ist umgefallen. Ein Teil des guten Rotwein bildete eine Lache auf dem Tisch. Sie hatte die Farbe von Blut. Ich hielt erschrocken inne. Nein, so weit sollte es nicht kommen, aber es war ja noch ein Rest vom Rotwein im Glas. Das sollte uns friedlich stimmen und eine Versöhnung möglich machen. Ich nahm ihre kleine Hand in die meinige und sagte “ Es tut mir leid“ und wischte den Tisch ab und sagte “ Zum Wohl mein Schatz, auf uns!“

Jürgen

 

Manchmal ist alles unerträglich 

Das Glas umgekippt, der Wein verschüttet. Rot wie Blut, die Lache auf dem Tisch. Läuft einfach aus, der Wein, wie Gefühle aus meinem Herzen auslaufen. Unaufhaltsam auf dem Weg ins Nirgendwo. Breitet sich aus wie ein Meer, das alles wegspült, was einst Bestand hatte. Und was hat jetzt noch Bestand? Was bleibt, außer Flecken? Ja, Rotwein macht Flecke. Interessant geformt. Was lese ich daraus? Hat dieser Fleck den Umriss eines fernen Landes? Einer Insel vielleicht, auf der wir glücklich sein können? Ja, komm, reich mir deine Hand und lass uns aufbrechen. Lass uns gemeinsam reisen in ein schöneres fernes Land.

Mira

 

Tagessplitter am 12. Januar

Guten Morgen liebe Welt,

ja der Winter, den wir gar nicht so mehr kennen, hat uns fest im Griff. Die Kinder freuen sich, und das ist auch gut so. Wir Älteren gehen , bedingt durch Glätte und Schnee nur noch sehr vorsichtig, um nicht zu stürzen, aus dem Haus. Wir sind also nicht mehr die typischen „Wintermenschen“.
Unser Herz, unsere Seele träumt schon von warmen Sonnenstrahlen, von Frühling. Auch ich.

SCHNEEGLÖCKCHEN

Der Schnee, der gestern noch in
Flöckchen vom Himmel fiel,

hängt nun geronnen heut‘ als Glöckchen
am zarten Stiel.

Schneeglöckchen läutet: was bedeutet’s
im stillen Hain?

O komm geschwind! Im Haine läutet’s
den Frühling ein.

O kommt, ihr Blätter, Blüt‘ und Blume,
die ihr noch träumt,

all‘ zu des Frühlings Heiligtume!
Kommt ungesäumt!

Friedrich Rückert

Zum Mittagessen machte ich mir heute etwas ganz Einfaches:
Gebratene Bockwurst, Käse Bällchen, Rosenkohl und Wedges

Tagessplitter am 8. Januar

Guten Morgen Welt,

wir sind mitten im Winter. Eventuell kommt viel Schnee runter, es wird Glatteis geben. Wir werden, wie immer, feststellen das der Schnee uns überrascht hat. Es kam zu viel Schnee, es war zu kalt, wir hatten keine Zeit uns vor zu bereiten und viele abwegige Ausreden mehr. In der Tat hatten wir drei Jahreszeiten die Zeit unsere Straßen und Schienen und die Wirtschaft vorzubereiten. Zeit, die wir ältere Menschen nicht haben. Plötzlich liegt der Schnee und die Fußwege und Straßen sind glatt. Man ist sich ohnehin schon sehr unsicher auf den Füßen und hat Angst bei dieser Witterung das Haus zu verlassen, hat Angst zu stürzen und sich einen Bruch zu zuziehen. Also bleibt man zu Hause. Gerade diesen Menschen sollte geholfen werden. Mal einen kleinen Weg abnehmen, mal ein nettes Gespräch im Treppenhaus. Für ältere Menschen, welche doch schon so viele Winter mit gemacht haben, wird jeder neuer Winter schwieriger zu bestehen. Danke für die Hilfe!

Zur Kaffeezeit habe ich mir heute einen „Seelenwärmer“ (heißer dicker Schokoladen Pudding. Und es tat wirklich meiner Seele gut. Damit kann man hervorragend der Kälte trotzen. ❤️

Elfchen zum Donnerstag:

„Draußen
kalter Winter
Im Glas Pudding
Heiß und richtig dick
Seelenwärmer“