
Guten Morgen liebe Welt,
als erstes bemerkte ich heute das der doch so glorreiche Januar 2026 in zehn Tagen schon wieder Geschichte ist. Wie rastlos ist denn nun die verdammte Zeit. Gerade erst begonnen und schon wieder bald dem Ende geweiht. Da fällt mir zu diesem Thema doch gleich ein Gedicht von mir ein, was dies alles wieder spiegelt.
Wimpernschlag der Zeit
Als ich mal kurz nach oben sah,
war der Sommer nicht mehr da.
War ein Leben, dass ich noch gestern führte,
welches mir heute nicht mehr gehörte.
Der Wimpernschlag ist nur ein Augenblick
als Ausdruck von vergangenem Glück.
Was ich gestern noch als schön befand,
Ist heute verschwunden irgendwo im Land.
Was ich unbedingt zum Leben brauch,
ist irgendwann nur noch Schall und Rauch.
Deshalb gehe ich jetzt auf anderen Wegen
verlorenes Glück neu zu erstreben.
Wie zeitlos ist doch die verdammte Zeit,
gedankenlos in die Vergangenheit.
Selbst was ich gestern noch als Glück empfand,
dem bin ich heute nur davon gerannt.
© Jürgen Rüstau
Am nächsten Dienstag kann wieder jeder ein Drabble mit 100 Wörtern zu einem Bild von mir bearbeitet, schreiben. Heute noch stark verkleinert, zeige ich es am kommenden Wochenende in voller Größe.

Viel Spaß mit diesem Drabble, welches dann ab Wochenende in die Kommentare eingefügt werden kann.
Ein Drabble mit exakt 500 Wörtern

Die Maus ist raus?
Ich schlief unruhig, mein Geist wanderte durch eine Welt voller Mäuse und Träume. Wo war ich? Meine Hand ertastete meine warme, aber leichte Daunendecke. Ich lag also in meinem Bett, im Schlafanzug, was mir bestätigte, dass ich zu Hause war. Meine Augen öffneten sich vorsichtig. Nichts. Dunkelheit um mich rum. Ich hörte die Maus nun auch rascheln und sich flink durch meine Bettdecke herum obern. Ich hörte sie aber ich sah sie nicht. Das brachte wiederum das eigentlich schlafende Hirn zu plötzlichen Hochleistungen. Meine Hand tastete nach dem Schalter an meiner Nachttischlampe. Klick. Die Lampe war an und erhellte innerhalb von Sekunden mein Schlafzimmer in einen gelblichen Schein.
Was ich jedoch glaubte zu sehen war Nichts.
Ich sah das Bett, mich etwas hilflos eingepackt wie eine Mumie im Winter. Sonst nichts. Nur Schlafzimmer ohne etwaige Mäuse, ich schlaflos, das Gehirn hellwach. Soviel ich mir nun auch die kleine Maus wünschte, wahrscheinlich um meinen Gehirn eine Erfolgsmeldung zu präsentieren machte ich nun selbst mit meiner modulierten Stimme Fiepgeräusche um die etwaige andere Maus stimmlich aus der Reserve zu locken. Alle Bemühungen waren umsonst und ich duselte so langsam wieder ein. Der beginnende Schlafrhythmus brachte dann auch ganz schnell das Krabbeln und fiepen in mein Bett zurück, was mich zunehmend nervös machte. Besser gesagt, die Maus hatte mich, besser gesagt mein Gehirn, im Griff. Ich hatte in meinem Bett Mausbefall.
Was sollte ich nun tun. Die Maus war unwiederbringlich in meinem Traum angekommen. Ich hörte ihr Knabbern an Brot und Käse, spürte ihre flüchtige Berührung und zuckte nicht einmal weg.
Ich sah, wie die Träume die Stadt veränderten. Häuser wurden zu Palästen, und die Straßen wurden zu güldenen Flüssen. Die Menschen, die die Träume berührten, lächelten und wurden glücklich.
Ich erwachte wieder, mein Herz voller Freude. Ich wusste, dass ich in einer Welt lebte, in der Träume real waren und Mäuse Magie besaßen. Ich lächelte, schloss die Augen und wartete auf den nächsten Traum.
Die Nacht war lang, und ich träumte viele Träume. Ich war ein Vogel, ein Mäuschen, ein König. Ich flog durch die Luft, ich tanzte auf den Wolken, und ich regierte ein Königreich aus Zucker und Maiskörner.
Als der Morgen kam, erwachte ich müde, aber glücklich. Ich wusste, dass die Mäuse noch immer da waren, in meinen Träumen und in meinem Herzen. Und ich wusste, dass ich immer wieder in ihre Welt zurückkehren würde, um Magie und Wunder zu finden.
Ich hatte meinen Traum gefunden, war glücklich damit, schlief ein und träumte drei Tage und Nächte diesen Traum aller Träume.
Als der Morgen kam, erwachte ich müde, aber glücklich. Ich wusste, dass die Mäuse noch immer da waren, in meinen Träumen und in meinem Herzen. Und ich wusste, dass ich immer wieder in ihre Welt zurückkehren würde, um Magie und Wunder zu finden.
Ich stand auf, zog mich an und ging in die Küche. Als ich die Tür öffnete, sah ich ein Mäuschen auf dem Tisch sitzen. Es lächelte mich an und sagte: „Guten Morgen. Ich habe dich erwartet.“
© Jürgen Rüstau
Mittagessen am heutigen Tag:

Bratkartoffeln mit Spinat und gebackenen Brie Käse und Gurken-Tomaten-Salat










Elfchen zum Sonntag:









