Vitaminbombe exclusiv


Großer Salatteller

Hast du plötzlich Heißhunger auf Salat oder Obst? Ist deine Haut auf einmal trocken und sind die Nägel brüchig? Die Ursachen dafür können vielfältig sein. Oft will uns der Körper damit jedoch ein Signal geben, dass irgendetwas nicht stimmt. Und so genial wie er konzipiert ist, „fragt“ er meist genau nach dem, was ihm aktuell fehlt. Höre daher genau hin was dein Körper will, beobachte dich und schaue in dich hinein.
Heute brauchst du einen Großen Salatteller:
mit Salaten der Saison, Gurke, Tomaten, Aubergine , Mango, Apfel, Blaubeeren, Hähnchen Streifen in Olivenöl, Mais,Möhren, Kidneybohnen, Joghurt Dressing

Dein Körper wird es dir danken!

Abendstimmung

Der Tag geht zur Neige,
dein Dasein setzt ihm ein Sahnehäubchen auf.
Vom Weiten höre ich eine wundersame Melodey ,
gespielt auf einer Geige.
Nach Rosenstolz wäre mir jetzt zumute,
leg sie auf, es war dein bester Kauf.
Spontan nimmt der Abend seinen Lauf.
Vergessen des Tages kleine Sorgen.
Ein Glas Wein, nur mit dir.
Worte schwirren durch den Abend,
sind voller Hoffnung für den neuen Tag.
Mit dir zu reden, dir nur zu zuhören,
mit dir zu lachen,
gemeinsam den Tagesausklang erleben.
Was kann es schöneres geben?
Die Nacht beginnt die Sternendecke auszubreiten,
der Mond strahlt aus unendlichen Weiten.
Gutmütig schweigt er über vergangene Zeiten.
Die Sterne fallen leuchtend vom Himmelszelt.
Hab sie alle nur für dich bestellt.
Zwei Sterne schauen zu uns herab,
Sterne so groß und schön wie deine Augen,
sie lassen mich weiter an die Liebe glauben.
Der Tag geht zur Neige, wir gehen auch.
Ein wundersames Gefühl durchströmt
meinen Bauch.

© Jürgen Rüstau

Erlebtes – Goldener Herbst Fotostrecke



Herbst

Näher rückt die trübe Zeit

Und ich fühl’s mit Beben:

Schwinden muß die Herrlichkeit,

Sterben junges Leben!

Waldesschmuck und Blütenpracht

Sinken bald in Grabesnacht:

Scheiden, das macht Leiden!

Blumen auf der grünen Au‘

Still ihr Haupt schon neigen;

Sommerabendlüfte lau

Rauhen Stürmen weichen;

Vöglein auf der Bergeshöh‘,

Schmetterling am tiefen See

Müssen von uns scheiden!

Blatt sinkt nieder in den Staub,

Wird ein Spiel der Winde;

Traurig schüttelt ab ihr Laub

Auf den Weg die Linde;

Wolke eilt, dem Pfeile gleich,

Stürmend durch der Lüfte Reich,

Scheucht die trauten Sterne!

„Morgen muß ich fort von hier!“

Singt der Fink mit Grämen

Rosen schwindet ihre Zier,

Müssen Abschied nehmen. –

Ach, es macht so bittern Schmerz

Wenn, die innig liebt das Herz,

Alle uns verlassen! –

Johann Georg Daniel Arnold (1780 – 1829)


Herbst

Herbst, du trüber Gesell,
die Tage werden wieder kürzer,
es ist nicht mehr lange hell.
Goldener Oktober,⁰
öder November.
Herbst Ausverkauf.
Wir warten auf Dezember.
Doch hat der Herbst auch seine schönen Zeiten.
Sonnige Tage, bunte Blätter.
Ich lass mich fallen wie die Blätter vom Baum,
liege Gedanken versunken
in meinem warmen Raum.
Lasse meine Seele einfach baumeln,
Durchreise das Jahr.
Das Telefon klingelt, du bist wohl dran.
Stehe zu hastig auf, taumle.
Stürze samt Telefon mit dir hin.
Bloß gut,
dass ich Herbst öfters zu Hause bin.

© Jürgen Rüstau

 


Blätter fallen im Sekundentakt.
Farben im Naturextrakt.
Schritte huschen über die Blätterdecke,
leise, dass ich dich nicht wecke
Schleiche mich zu dir ins Haus,
Brötchen aus dem Ofen raus.
Kaffeeduft zieht zu dir ins Zimmer.
Frieren?
Unter deiner Decke?
Nimmer!
Frühstück nur mit dir im Bett,
ach wie ist der Herbst doch nett.
Möchte einfach liegen bleiben,
nur mit dir die Zeit vertreiben.
Honig läuft an meinem Körper runter.
Der Herbst, der treibt es immer bunter.
Stöhnend versinke ich im Kissen.
Herbstmorgende mit dir,
möchte ich nie mehr missen.

© Jürgen Rüstau

Fotos © Jürgen Rüstau Foto Ententeich © Anke Rüstau

MitEsser – Hähnchen Brust-Filet

Hähnchen Brust Filet mit Toscana Gemüse Variation und Wedges

Frisch ausgelöste Hähnchen Brust-Filet marinieren und würzen Zucchini, Tomaten, Gurken, Broccoli, Zwiebeln, Schinken verschiedene Möhren würfeln und in etwas Olivenöl mit frischen Knoblauch und Kräutern bissfest garen. Das eingelegte Brust-Filet in wenig Olivenöl kurz anbraten (Fleisch soll trotzdem durch gebraten sein)
Im Ofen die Wedges backen und alle Speisen auf einem Teller anrichten.
Guten Appetit!

Mal bei Kästner rein geschaut…

…mal ein köstliches Gedicht von Erich Kästner. Ich wünsche euch einen schönen Sonntag Morgen ❤️

Erich Kästner

Kleine Stadt am Sonntagmorgen

Das Wetter ist recht gut geraten.
Der Kirchturm träumt vom lieben Gott.
Die Stadt riecht ganz und gar nach Braten
und auch ein bißchen nach Kompott.

Am Sonntag darf man lange schlafen.
Die Gassen sind so gut wie leer.
Zwei alte Tanten, die sich trafen,
bestreiten rüstig den Verkehr.

Sie führen wieder mal die alten
Gespräche, denn das hält gesund.
Die Fenster gähnen sanft und halten
sich die Gardinen vor den Mund.

Der neue Herr Provisor lauert
auf sein gestärktes Oberhemd.
Er flucht, weil es so lange dauert.
Man merkt daran: Er ist hier fremd.

Er will den Gottesdienst besuchen,
denn das erheischt die Tradition.
Die Stadt ist klein. Man soll nicht fluchen,
Pauline bringt das Hemd ja schon!

Die Stunden machen kleine Schritte
und heben ihre Füße kaum.
Die Langeweile macht Visite.
Die Tanten flüstern über Dritte.
Und drüben, auf des Marktes Mitte,
schnarcht leise der Kastanienbaum.

 

Das Gedicht „Kleine Stadt am Sonntagmorgen“ von Erich Kästner ist ein Beispiel für die literarische Gattung der Idylle. Eine Idylle ist ein Gedicht oder eine Prosastück, das ein friedliches, harmonisches und oft ländliches oder kleinstädtisches Bild beschreibt.

*Merkmale der Idylle*

Das Gedicht zeigt viele Merkmale einer Idylle:

– *Friedliche Atmosphäre*: Das Gedicht beschreibt eine friedliche und ruhige Atmosphäre in einer kleinen Stadt am Sonntagmorgen.
– *Kleinstädtisches Ambiente*: Die Stadt wird als klein und überschaubar dargestellt, mit engen Gassen und einem Marktplatz.
– *Alltägliche Szenen*: Das Gedicht beschreibt alltägliche Szenen, wie z.B. zwei alte Tanten, die sich treffen und miteinander sprechen, oder der neue Herr Provisor, der auf sein Hemd wartet.
– *Humor und Ironie*: Das Gedicht enthält humorvolle und ironische Elemente, wie z.B. die Beschreibung des Herrn Provisors, der flucht, weil sein Hemd nicht schnell genug kommt.

*Kästners Stil*

Das Gedicht zeigt auch Kästners typischen Stil, der durch seine Beobachtungsgabe, seine Ironie und seine Fähigkeit, alltägliche Szenen zu beschreiben, geprägt ist.

*Fazit*

Das Gedicht „Kleine Stadt am Sonntagmorgen“ von Erich Kästner ist ein Beispiel für eine Idylle, die eine friedliche und harmonische Atmosphäre in einer kleinen Stadt beschreibt. Das Gedicht zeigt Kästners typischen Stil und enthält humorvolle und ironische Elemente.

Erlebtes – Manuel Schmid „Worte sind wie Bilder“

 


Manuel Schmid der Sänger von „Stern Meißen“ im café esprit

Worte sind wie Bilder” heißt es in einem Song von Manuel Schmids aktuellem Album “Seelenparadies”, das der Stern Meissen Sänger am Freitag Abend im Kuturcafé vorstellte, gemixt mit Rockperlen aus einer längst vergangenen Zeit. Da erklangen am Jahrestag der Republik, die diese Lieder hervorgebracht und nun schon 27 Jahre nicht mehr existiert unvergessene Stücke wie “Schwanenkönig” und “Albatros” von Karat oder Elektras “Sixtinische Madonna” und “Am Abend mancher Tage” sowie “Nach Süden” und “Am Abend mancher Tage” von LIFT. Stücke, denen Schmid mit seiner einfühlsamen Stimme eine besonders warme Note verlieh. Immer wieder fiel dabei der Name Kurt Demmler († 2009), dem DDR-Rockpoeten, der Schmid seine letzten Texte vermacht hat, wie z.B. “Spiegelbild” auf seiner CD “Seelenparadies”.  Manuel Schmid, der nicht nur als Sänger sondern auch als Keyboarder überzeugte, wurde am Schlagzeug begleitet von Ekkehard Dreßler. Beide kennen sich schon lange und ihre Zusammenarbeit begann schon vor Schmids Einstieg bei der Stern Combo Meissen 2012. Übrigens war Dreßlers Vater der 1. Klavierlehrer von Franz Bartzsch, der vor allem durch seine Zusammenarbeit mit Veronika Fischer, die ja auch schon ihre Visitenkarte im Kulturcafe abgegeben hat, und seine eigene Band 4 PS unvergessen ist. Bewusst hat Schmid bei den “Lieder aus einer längst vergangenen Zeit” – wie er sie bezeichnete – auf die großen Stern Meissen Hits wie “Kampf um den Südpol” verzichtet. “Das Soloprogramm muß schon anders sein” sagte er dazu, um nach über zwei Stunden doch noch das “Herz” aus der Pop-Ära der Band in den 80er Jahren als Zugabe auszupacken. Das Konzert wurde übrigens von Sachsens ältester Privatbrauerei “Meissner Schwerter” präsentiert.Mit Manuel Schmid sind auch Torsten Mannsfeld (Wittenberg) und Ralf Ebenhöh (Altenburg) vom Freundeskreis Stern Combo Meißen mit nach Taucha gekommen, auch Andreas Hähle, der drei Texte für die CD “Seelenparadies” beisteuerte saß im Publikum. Alle lobten die frische Mischung bei Schmids Programm. Ausdrücklich begrüßen Mannfeld und Ebenhöh das neue Konzept der Stern Combo, die Musik auf eine jüngere Generation zu übertragen. “Der Manuel passt mit seiner Stimme und seiner peppigen Art wunderbar dazu und er bringt neuen Schwung in die Band” faßten sie ihre Eindrücke zusammen. Bei der Stern Combo ersetzt Manuel Schmid heute gleich zwei Musiker: Sänger Reinhard Fißler († 2016) und Keyboarder Thomas Kurzhals († 2014). Apropos Fißler. Die Zusammenarbeit von Manuel Schmidt mit Andreas Hähle kam über ihn zu Stande, als Hähle Benefizkonzerte für den schwer an ALS erkrankten Sänger moderierte. Als Texter machte Hähle schon zu DDR-Zeiten auf sich aufmerksam, als er für die Schülerband SCHULROCK (später P16) den Hit “Bubi” schrieb und später auch für Ines Paulke (“Himmelblau”) und die Gruppe Babylon arbeitete. So schließt sich wieder der Kreis zu den “Liedern aus einer längst vergangenen Zeit”. Manuel Schmid trägt nun mit seinen Konzerten dazu bei, dass diese Lieder nicht in Vergessenheit geraten und auf die jüngere Generation übertragen werden. Ja und vielleicht schaut er bei seiner Tour mal wieder im Kulturcafe vorbei.

Konzertbericht: Matthias Kudra

 

Zwischentöne

 

Es war an der Zeit, der öde November, überließ uns einige Tage eine prächtige Winterlandschaft.
Die Dreckecken der Stadt waren zugedeckt und die weiße Pracht überflutete Gehwege, Straßen und Anlagen.
Der Straßenverkehr brach wie gewöhnlich an solchen Tagen zusammen und die Autos krachten, auf den glatten Straßen ineinander. Deren Besitzer überhäuften sich, neben ihren Fahrzeugen stehend, mit einigen in solchen Situationen üblichen Nettigkeiten.

Ich umkurvte mit meinem Auto einen solchen Erfahrungsaustausch an Schimpfwörtern, ohne deren Inhalt richtig zu verstehen. Meine ganze Konzentration galt den winterlichen Straßenverhältnissen, um nicht in eine ähnliche Lage, wie die Herren von eben, zu kommen.
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite sah ich eine sehr attraktive Frau.
Sie drehte sich gerade um und ich erkannte ihr Gesicht.
Es war Anka.
Sofort lenkte ich mein Auto hastig an den Straßenrand. Um ein Haar wäre ich einem parkenden Auto ins Heck gerutscht. Oh, geraden noch einmal gut gegangen, dachte ich und stieg aus um mit Winken und Rufen Anka auf mich aufmerksam zu machen. Ich hatte sie seit einigen Tagen nicht mehr gesehen, da ich beruflich sehr viel Stress hatte.
Auch Anka hatte mich sofort gesehen und kam über die Straße geeilt.
Ihre niedliche Stupsnase war von der Kälte, an die wir uns ja erst noch gewöhnen mussten, richtig schön rot. Wir begrüßten uns als kannten wir uns schon viele Jahre und hatten uns einige Monate nicht mehr gesehen.
Sie war einfach schön, auch wenn ich jetzt sehr wenig von ihr sehen konnte, wie ich sie von unserem letzten Zusammensein in Erinnerung hatte.
Die großen Augen lugten unter der dicken Mütze frech hervor und ihre Lippen, welche trotz der Kälte heiß waren drückten mir einen Kuss auf die Wange.
Und da war er wieder, dieser ungewöhnlich heftige Drang, mit ihr zusammen zu sein.
In diesem Moment kam mir die Frage von Anka ganz recht, ob wir nicht beide irgendwo einen Kaffee trinken könnten? Sie fügte hinzu, ich müsste ihr nur sagen wo, da sie sich in der Stadt noch nicht so gut auskennen würde.
Das wie war schnell geklärt, wir hatten uns ja mitten in der City getroffen, konnten also unsere Autos getrost dort stehen lassen, nachdem wir die Parkuhren gefüttert hatten und wo wir hin gehen wollten war auch kein Problem.
Diese Stadt hatte eine Unmenge kleiner Cafés, wo man sich richtig wohl fühlen konnte.
Frau auch!
In einer Passage kannte ich ein kleines Kaffee, in welchem ich nachts, wenn ich in der Stadt unterwegs war, einen Absacker zu mir nahm. Aber es war am Nachmittag und uns Beiden dürstete nach Kaffee.
Wir also rein in die „Kümmelapotheke“.
Anka gefiel sofort die gemütliche Atmosphäre, welche in diesem Kaffee herrschte.
In der Ecke am Klavier saß ein älterer Herr und spielte „Memories“.
Das waren Zwischentöne, musikalische Ohrwürmer, die uns doch sofort wieder in Erinnerungen an unser erstes Treffen schwelgen ließen.
Diese Erinnerung war bei dieser Musik sofort wieder in uns, obwohl die schönen Ereignisse nun schon einige Tage zurücklagen.
Ich sah Anka inmitten des Zuckers stehen, sah wie sie die Pizza servierte, wie sie die Musik von Rosenstolz auflegte und wir beide träumten bei dieser Melodie vor uns hin.
Mein schönster Traum ging noch ein Stück weiter…

Du bist das Traumbild in meinem Herzen
Manchmal noch etwas verschwommen
Kaum noch auszumerzen
Amurs Pfeil ist in mir angekommen
Ich sehe dich im femininen langen Kleid
Verneige mich vor deiner natürlichen Schönheit
Du als Girli im superkurzem Röckchen
Feuer sprüht aus deinen großen Augen
Will mich vernichten
Du hast wieder mal dein Böckchen
Ich liebe es wie du gehst,
wie du mit mir sprichst
Selbst wenn du mich ablehnst, mich verfluchst
Du hast eine besondere Wirkung auf mich
Deine kleinen Fehler sehe ich nicht
Auch wenn ich sie sehen würde
Sie sind bei Traumbildern
und auch im Leben keine Hürde
Ich sehe mein Traumbild in dir
Blicke sind der Welt schnellster
und sicherster Kurier.

Katharina, die Kellnerin riss uns aus unseren schönsten Träumen.
He, ist bei euch alles klar, sagte sie und lachte uns an.
Was möchtet ihr trinken?
Ich bestellte zwei Kaffee, welche auch umgehend duftend vor unserer Nase ihr Aroma ausstrahlten.
Auf jedem Unterteller lag ein eingepackter Keks.
Meinen legte ich ohne Worte auf Ankas Teller.
Sie errötete und fragte, woher weißt du, dass ich für mein Leben gern Kekse esse? Das sehe ich dir an der Nasenspitze an. Unwillkürlich fasste Anka sich an die Spitze ihrer niedlichen Nase und fragte, ja wie jetzt?
Ich musste unwillkürlich lachen und unser Gespräch war so richtig schön in Fahrt gekommen.
Die Zwischentöne, die Musik war in den Hintergrund getreten oder wir wollten sie gar nicht mehr wahr nehmen, denn Anka und Peter waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, von äußeren Einflüssen völlig abgeschottet.
Anka erzählte mir, dass sie nach ihrem Studium bei einer großen Versicherung beworben hatte und den Job hier in Leipzig bekam.
Sie hatte diesen gleich nach ihrer Ankunft angetreten und verwendete viel Zeit dafür sich in ihre neuen Aufgaben einzugewöhnen.
Deshalb sagte sie, ihren Kopf zu mir gedreht, haben wir uns in den letzten Wochen so wenig sehen können.
Dazu kommt noch dieses Wetter, dieser Wintereinbruch, der uns viel, viel Arbeit beschert.
Wir redeten und redeten über Gott und die Welt .
Als wir aus der Passage heraustraten war es inzwischen dunkel geworden, der Fußweg war sehr glatt.
Anka hakte sich bei mir unter und wir liefen in ausgelassener Fröhlichkeit zu unseren Autos zurück.
Dort erwartete uns eine Überraschung.
Anka hatte in ihrer Eile vergessen das Licht am Auto auszuschalten. Von weitem sahen wir schon das Glimmen der Scheinwerfer, welche nicht mal mehr dazu in der Lage waren, die Schatten der vorbei gehenden Leute auf die Straße zu projektieren.

Ich hatte in meinem Auto ein Starterkabel im Kofferraum liegen, fuhr mein Auto genau vor das Auto von Anka.
So standen sich nun beide Autos gegenüber, so nah wie wir uns noch nie gegenüber gestanden hatten.
Aber Autos machte das nicht sonderlich heiß.
Ankas Motor heulte nur unlustig auf, kam nicht auf Touren.
Der braucht einen Stromstoß, sagte ich und verband die beiden Autos mit einem Kabel.
Meine Energie, dass heißt eigentlich die von meinem Auto brachte schließlich den Corsa zum laufen.
Danke rief noch Anka aus dem Fenster, danke bis bald.
Schon war das Auto in den Brühl abgebogen und außerhalb meiner Sichtweite.
Jetzt musste ich mich auch beeilen, denn ich hatte noch einen wichtigen Termin.

© Jürgen Rüstau

Dachfenster

Dachfenster

Ein Blick aus meiner kleinen Welt
schweift aus diesem Fenster
in den Morgenhimmel
Sonne, die unsere Stadt erhellt.

Ein Glühen weit hinter dem Horizont
taucht die Stadt in einen goldroten Ton
Behaglichkeit und Wärme in unserer Stube
im Glücksstrahl gesonnt.

Das Dachfenster als Synonym von unserem Glück
Tagsüber von dir getrennt
sehe ich es schon leuchten
fahre ich auf der Straße der Sehnsucht zu dir zurück.

© Jürgen Rüstau

Erinnerung an Veronika Fischer im café esprit

Veronika Fischer mit Jürgen Rüstau im café esprit Taucha

Veronika Fischer mit Moderator Tobias Meier

Liebe Freunde meiner Musik,

wie sage ich es:

Geredet eine ganze Nacht,
gedroht gefragt und nachgedacht,
und oft doch nur im Kreis gerannt,
am Ende ganz schön ausgebrannt,
Alles hat seine Zeit, war genug Lust und Streit…

Das ist eine Textpassage aus einem Lied von mir.
Ich wollte sehr gern mit Euch und meinen wunderbaren Musikern und Kollegen die letzten großen Konzerte meines Lebens feiern!
Es ist mir nicht vergönnt!
Es war und ist immer mein Anliegen gewesen, live für Euch zu singen und nicht zu playbacken!
Leider hat sich meine Stimme etwas eingefangen, der Körper zeigt mir Grenzen, ich muss es akzeptieren!
So bin ich gezwungen Euch schweren Herzen schon eher Ade zu sagen.
Nach 55 Jahren Bühnenarbeit mit Band verabschiede ich mich bei Euch von den großen Bühnen, danke für die Treue über so viele Jahre und ich bin ebenfalls dankbar für so viele wunderbare Momente!
Ich wünsche Euch allen nur das Beste und Liebe
Eure
Veronika „Vroni“ Fischer“ (aus Facebook Veronika Fischer)Veronika Fischer plauderte mit Tobias Meier über Komponisten, Ost und West und über das Singen. Die 23. Tauchaer Blaue Stunde war eine ganz besondere. Das gleich in mehrfacher Hinsicht: Innerhalb eines Tages nach Bekanntgabe des Termins waren alle Plätze im Café Esprit ausgebucht.

Liebe Vroni,
wir haben zufällig am gleichen Tag Geburtstag und sind auch beide vom Jahrgang 1951. Man merkt selbst, es geht nicht mehr alles so leicht von der Hand wie man selbst gern möchte. Deshalb zolle ich auch deiner Entscheidung allergrößten Respekt und Hochachtung und wünsche dir alles Gute, vor allem Gesundheit. Wir hatten dich sehr gern als Gast in der Tauchaer Blauen Stunde zu einem sehr interessanten Gespräch. Du wolltest schon damals nicht Playpack singen, was ich heute umso mehr verstehe.

Liebe Grüße Jürgen

Glücksmomente

Glück

Auto, Fernseher, Stereoanlage.
Glücksymbole?
Der Traum von den eigenen vier Wänden.
Glückserfüllung?
Vielmehr Konsumdenken.
Was ist also Glück?
Kann man es riechen,
kann man es schmecken?
Das Auto vielleicht,
aber es riecht nicht gut!
Ist also nicht unbedingt Glück.
Mit dir zum Tagausklang ein Glas Wein trinken.
Ein nettes Gespräch führen.
Der Wein schmeckt sehr gut.
Du riechst verdammt gut.
Es ist Glück!
Momente der Unvergänglichkeit.

© Jürgen Rüstau