Mein Gedicht des Tages

Mein Gedicht des Tages

Die Nachtblume

Nacht ist wie ein stilles Meer,
Lust und Leid und Liebesklagen
Kommen so verworren her
In dem linden Wellenschlagen.

Wünsche wie die Wolken sind,
Schiffen durch die stillen Räume,
Wer erkennt im lauten Wind,
Ob’s Gedanken oder Träume?

Schließ ich nun auch Herz und Mund,
Die so gern den Sternen klagen;
Leise doch im Herzensgrund
Bleibt das linde Wellenschlagen.

Joseph von Eichendorff

Tagessplitter am 16. März

Mahlzeit liebe Welt,

einen Tag den man fast vergessen kann. Trübes Wetter, Regen wird uns heute geboten und es sind gerade mal 6° C. Was jetzt hilft ist eine gute warme Mahlzeit, die unsere Seele aufwärmen soll.
Kräftiges Hühner Geschnetzeltes mit Gemüse, Kartoffeln und vielen frischen Kräutern ist das richtige für ein Mittag Essen und für die Seele. Guten Appetit, wo und was auch immer ihr euch zu Mittag macht.Euch allen einen schönen Tag!

Mein Gedicht des Tages

An die Freunde

Wieder einmal ausgeflogen,
Wieder einmal heimgekehrt;
Fand ich doch die alten Freunde
Und die Herzen unversehrt.

Wird uns wieder wohl vereinen
Frischer Ost und frischer West?
Auch die losesten der Vögel
Tragen allgemach zu Nest.

Immer schwerer wird das Päckchen,
Kaum noch trägt es sich allein;
Und in immer engre Fesseln
Schlinget uns die Heimat ein.

Und an seines Hauses Schwelle
Wird ein jeder festgebannt;
Aber Liebesfäden spinnen
Heimlich sich von Land zu Land.

Theodor Storm

Träumende Leere – Traumgedanken

Das ist nun schon wieder eine solche Nacht. Sozusagen die Nacht aller Nächte. Man hat sich nun traumwach durch den ganzen Tag geschlummert. Einen Tag, welcher nicht sehr viel Traum Futter mit in die Nacht genommen hatte und es kam wie es kommen musste. Der dringend benötigte Schlaf wollte sich nicht einstellen. Ich lag mit teller großen Augen wach im Bett und konnte mich nicht in mein Traum Reich verabschieden. Du hattest deine Augen fest verschlossen. Du wühlst dich quer durch das Bett und rempelst mich ständig an. Oh, was hast du nur für Träume. Ich konnte es nicht nachvollziehen, auch nicht welcher Traum sich hinter deiner Schlaf Fassade verbarg. Ich beobachtete dich neidvoll. Außer einem gelegentlichen zufriedenen Blubbern konnte ich keine Regung aus deiner Traum Welt erkennen. Du blubbertest in deinem Tiefschlaf, ich lag wach im Bett und drehte mich von der einen auf die andere Seite, machte Atemübungen und was man sonst so in schlaflosen Nächten tut. Du schliefst wahrscheinlich den Schlaf der Gerechten. Ich versuchte mich in diesem herein zu versetzen, was mir naturgemäß misslang. Denn ich war ja hellwach!
Was tut man jetzt alles wenn man nicht schlafen kann? ich begab mich nun in eine leicht gekrümmte Stellung, hatte die Beine angezogen. Damit wollte ich einer ganz normalen Schlaf Position, wie zum Beispiel, im Mutterleib, nach empfinden.
Es misslang. Du strecktest dich nur aus, indem es Gliedmassen auf mich herab prasselden. Anschließend machtest du wieder ein unschuldiges Gesicht, brummeldest etwas unverständliches und fingst an mit leisen Schnachtönen. Dies verbesserte meine Lage nicht im geringsten. Nach wie vor schlief ich nicht. Keine Stunde, keine Minute und keine Sekunde. Meine Schlaflosigkeit und damit meine Traumlosikeit wurde leicht aggressiv und ich kommentierte all deine verruchten Schlafangelegenheiten etwas lauter und auch körperlicher. Ich schimpfte laut, rempelte dich an und imitierte deine Schnarchgeräuche. Es half alles nichts. Du schliefst, ich lag wach neben dir. Alle Schlafübungen waren vergebens.
In der Nacht waren schon einige Stunden vergangen und hatten nichts an der Situation verändert. Tief und fest war der Schlaf auf deiner Seite des Betts, schlafloser Chaos, auf meiner Seite. Ich versuchte jetzt in deine Träume einzudringen um mir ein paar Traumideen zu stehlen, aber ich hatte zu wenig Phantasie um mir deine Träume zu eigen zu machen. Was nun? Was tun?
Mir wollte nichts mehr einfallen. Ich blieb traumlos, war entnervt und schaute meine Partnerin ganz entnervt an. Vielleicht konnte ich noch einen Klassiker anwenden. Ich fing an Schafe zu zählen. Ich hatte die Tausend schon einige Male überstanden. Ich war es, der nicht schlief und sie war es, die genüsslich vor sich hin blubberte, leichte Schnarchgeräuche sich den Weg zu meinen Ohren bahnten. Im Gegensatz zu mir verließ sie ihren Traumpfad nicht. Anderseits hatte sich meine Aggressivität einen Trampelpfad geebnet. Ich ging all meine Varianten durch und kam zu keinem Ergebnis. Ich lag nach wie vor wach, mit bis zum Anschlag offenen Augen neben meiner Tief schlafenden Partnerin der Nacht, gezeichnet von leicht aggressiven Verhalten. Als ich gerade am Einnicken war, saß sie plötzlich leicht wippend im Bett und fragte mit eine Stimme, die an meinem Nervenkostüm kratzte:
„Kannst du etwa auch nicht schlafen?“
Daraufhin fiel ich in ein Wach Koma!
Das Ende einer unerfüllten Nacht.

Es geht aber auch anders…

Ich habe gerade einen Traum zu Grabe getragen.
Er war doch noch nicht alt,
werden all die Menschen um mich herum sagen.
Dieser Traum hatte nur kurze Zeit zu leben,
wollte viel zu schnell, im Steilflug,
seinen Traumhöhepunkt erstreben.
Er ist gestolpert, wurde nicht zu Ende geträumt.
Er ist gefallen ins Zeitlose der Nacht.
Warum? ,
habe ich ihn nicht zum Leben gebracht.
Warum,
sind Träume nur manchmal so kurz?
Warum,
so dramatisch ihr tiefer endloser Sturz?
Aus der sich zusammen geträumten Welt
ein Schweiß durch tränktes Erwachen.
Wieder
werden die Menschen um mich herum lachen.
Ich bin der, werden sie sagen,
der, der seine eigenen Träume vergeigt.
Und sie haben recht.
Das Leben hat es doch wieder mal gezeigt.
Klitschnass verschwitzt wache ich auf,
muss erleichtert erkennen,
mein Traum liegt neben mir
und kann noch in aller Seelenruhe pennen.

© Jürgen Rüstau 2026

Tagessplitter am 14. März – Der Traum

Diese Nacht erwachte ich nach einem Albtraum. Ich hatte geträumt, die Siedlung vor meinem Wohnhaus ist vollkommen verschneit und das am 14. März. Ich glaubte schon das Kratzen von Schnee Schiebern zu hören. Oh nein, Schnee im doch so lang ersehnten Frühling. Mit einem Satz war ich aus dem Bett gesprungen. In Wahrheit dauerte es schon unendliche Zehn Minuten, begleitet von einer kräftigen Schimpftyrade. Aber irgendwann stand ich am Fenster und schaute auf die Siedlung, welche zwar noch nicht grün war aber zumindest schneefrei. Mein Puls ging wieder auf die Normalwerte zurück. Aber an Schlaf war erstmal nicht zu denken. Aber ich war wieder beruhigt, ging ins warme Bett und zählte Schnee Osterhasen. Ich war schon bei 947, als meine Augenlider mit einem Knall in die Schlafposition fielen…
Ich hatte wieder einen Traum, den von Schnee Osterhasen und der musste erstmal geträumt werden. Aber es sind ja noch vierzehn Tage bis zum Osterfest. Alles ist möglich, wenn auch nicht gebraucht…

Schnee Osterhasen

Ich träumte von Frühlingsblumen,
von erwachenden grünen Wiesen.
Blüten an den Bäumen
und wie Triebe sprießen.

Träumte von lauen Frühlingsnächten,
von Eis befreiten Bächen und Seen.
Wollte Hand in Hand mit dir in der Mittagssonne
durch den Park spazieren gehen.

Aber nee, nee, nee.
Das Wetter ist im Sturzflug.
Kurz vor Ostern alles weiß,
zugedeckt mit neuem Schnee.

Diese Kälte lässt uns frieren,
wir wollten doch so gern vom Frühling probieren.
Statt dessen, oh Graus,
bauen wir Schnee-Osterhasen vorm Haus.

© Jürgen Rüstau

Tagessplitter – Tag der Tulpe

Bereits im Januar wird in den Niederlanden der Tag der Tulpe gefeiert.
Der Tag der Tulpe, auch Nationale Tulpendag genannt, wird jedes Jahr am dritten Samstag im Januar gefeiert und markiert den offiziellen Beginn der Tulpen-Saison in den Niederlanden.
Bedeutung und Aktivitäten
Start der Tulpen-Saison
Der Tulpentag ist ein festliches Ereignis, das den Beginn der Tulpenzeit in den Niederlanden einläutet. An diesem Tag verwandelt sich der Dam-Platz in Amsterdam in ein farbenfrohes Blumenmeer, das Tausende von Besuchern anzieht.
Kostenloses Tulpenpflücken
Besucher haben die Möglichkeit, aus einem riesigen Pflückgarten, der von niederländischen Tulpenzüchtern angelegt wird, kostenlos Tulpen zu pflücken. Der Garten enthält rund 200.000 Tulpen in verschiedenen Farben und Sorten, was ein atemberaubendes Spektakel bietet.
Feier der Tulpenkultur
Der Tulpentag wurde 2012 ins Leben gerufen und hat sich seitdem zu einer beliebten Tradition entwickelt, die die Liebe zur Tulpe feiert und den Menschen einen Vorgeschmack auf den kommenden Frühling gibt.
Historischer Hintergrund
Die Tulpe hat in den Niederlanden eine lange Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Während des sogenannten „Tulpenwahns“ im 17. Jahrhundert waren Tulpenzwiebeln so wertvoll, dass sie mit Gold aufgewogen wurden. Heute sind Tulpen ein Symbol für Holland und eine der wichtigsten Exportgüter des Landes.

Tulpenstrauß selber pflücken
Am 14. März bringen die niederländischen Tulpengärtner in Kooperation mit der Botschaft des Königreichs der Niederlande 50.000 farbenprächtige Tulpen nach Berlin. Neben der historischen Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zaubern sie unter dem Motto „United in Bloom“ einen eindrucksvollen eintägigen Pop-up-Tulpengarten, der ab 11 Uhr bestaunt und fotografiert werden kann. Ab 12 Uhr öffnet sich die Gartenpforte und alle Anwohner sowie Touristen sind eingeladen, sich kostenlos einen Strauß aus zehn Lieblingstulpen zusammenzustellen. Am Eingang erhalten alle Besucher hierfür eine biologisch abbaubare Tüte.

(Text über KI)

Tagessplitter 9.März – Auf zu dem Erdbeer Traum

Morgens

Ich habe geträumt von dir
Du hattest mich geweckt
Mit einem Erdbeer Bier
Süß und fruchtig geneckt.

Ich lag im Bett
Träumte von süßen Dingen
Du bist so nett
Wirst meinen Traum mir bringen.

So zu leben nur im Spaße
Raus aus dem Bett
Auch wenn es ist noch so nett
Es drückt meine Blase.

© Jürgen Rüstau 2026

Und was dachte ich vor über zwanzig Jahren….

 

Denkende Leere

Ich sitze hier allein und kann nicht denken.
Versuche den Drachen der Liebe
um deinen Körper zu lenken.
Zum Schreiben fehlen mir die Worte.
Wann gibt es wieder frische Erdbeertorte?
Denkende Leere.
Ich versuche Hoffnung und Schicksal zu verbinden.
Gibt es eigentlich Pfefferminzschinken?
Denkende Leere.
Wie war es gestern Abend,
die Erinnerung ist erloschen.
Hab ich von meinen Hundert Mark noch einen Groschen?
Denkende Leere.
Das Telefon klingelt,
wer ist wohl dran?
Meine Liebste natürlich,
was ich wohl Anderes denken kann!
Lehrendes Denken.

© Jürgen Rüstau 1999