Tagessplitter am 6. Februar

Elfchen zum Freitag:

„Nebelschwaden

verdecken sichtbare

Welt und Natur.

Unser Blick findet keine 

Klarheit!“

 

Guten Morgen Welt,

die Weite, welche ich in meiner luftigen Höhe, aus meinem Fenster betrachten kann, ist heute stark eingeschränkt. Die vielen kleinen Einfamilienhäuser, die Bäume, die Wiese in der Ferne, selbst die Straßenbahnlinie 15 verschwinden hinter den Nebelschwaden. Es ist heute alles nebulös. Das ist nicht weiter schlimm, denn in diesem Zustand befindet sich die Politik schon seit einem Jahr. Ohne der Zuversicht das der Nebel sich aufklärt. Entgegengesetzt zu dem habe ich die Zuversicht das die Sonne schon bald wieder scheint. Diese Erleuchtung bringt mir die politische Lage nicht. Der sonnige März wird bald kommen. Anderseits bringt Merz keine Erleuchtung in die politische Lage. Schade eigentlich! Wir hätten da doch etwas mehr Klarheit nach der nebulösen Zeit gebraucht. Ich hoffe März und Merz werden diese bringen…

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.

Hermann Hesse

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert