Beschreibung – Was ich im Bild auch sehe, ich beschreibe es mit eigenen 100 Worten


Was seht ihr in diesem Bild? Eure Phantasie ist gefragt. Nutzt bitte die Kommentarfunktion für eure Beschreibung.
Die kleine Geschichte sollte in Form eines Drabble, also genau einhundert Wörter umfassen. Ich bin gespannt auf eure Beschreibungen.

Ein Drabble ist eine meist pointierte Geschichte, die aus exakt 100 Wörtern besteht.[1] Dabei wird die Überschrift nicht mitgezählt. Ursprünglich als Fanfiction betrieben, wird sie aufgrund ihrer einfachen äußeren Form gerne von ungeübten Autoren als Einstieg in Lyrik oder Prosa genutzt. Durch die Beschränkung auf das Wesentliche stellt das Schreiben von Drabble auch für erfahrene Autoren häufig eine Herausforderung dar.

Es gibt auch Varianten mit 200, 300 und mehr Wörtern.[2]

Der Begriff geht auf einen Sketch von Monty Python zurück. Drabble – a word game for 2 to 4 players. In den 1980er Jahren wurde dadurch in Großbritannien eine „Drabblemanie“ hervorgerufen, die von der Birmingham University SF Society standardisiert wurde.[3]

Immer wieder Dienstags findet ihr unter dem Schlagwort „Drabble“ die neue Aufgabe einer Bildbeschreibung mit genau 100 Wörtern. Bitte Dienstags auf wortgarage.de schauen. Viel Spaß!

 

Thema der Woche – Ich schreibe täglich ein Elfchen: Dienstag

Was ist ein Elfchen?

Ein Elfchen ist ein besonderes Gedicht. Es besteht auch aus elf Wörtern, daher der Name. Die elf Wörter stehen aber nicht einfach nebeneinander, sondern sind in fünf Versen (Gedichtzeilen) angeordnet. Jede Zeile hat eine festgelegte Wortanzahl:
1. Zeile: Ein Wort
2. Zeile: Zwei Wörter
3. Zeile: Drei Wörter
4. Zeile: Vier Wörter
5. Zeile: Ein Wort

<Bild mit KI generiert> 

Von Montag (heute) bis zum Sonntag werde ich jeden Tag ein Elfchen verfassen und auf wortgarage.de veröffentlichen.

Ein Elfchen am Dienstag:

„Herbstzeit
Blätter fallen
täglich im Sekundentakt
Wald und Park zur
Dunkelzeit“

Dein „Elfchen“ kannst Du gern in der Kommentarfunktion eintragen! Probiere es bitte👍

Thema der Woche – „Ich schreibe täglich ein Elfchen“ Montag

Was ist ein Elfchen?

  • Ein Elfchen ist ein besonderes Gedicht. Es besteht auch aus elf Wörtern, daher der Name. Die elf Wörter stehen aber nicht einfach nebeneinander, sondern sind in fünf Versen (Gedichtzeilen) angeordnet. Jede Zeile hat eine festgelegte Wortanzahl:
  • 1. Zeile: Ein Wort
  • 2. Zeile: Zwei Wörter
  • 3. Zeile: Drei Wörter
  • 4. Zeile: Vier Wörter
  • 5. Zeile: Ein Wort

Von Montag (heute) bis zum Sonntag werde ich jeden Tag ein Elfchen verfassen und auf wortgarage.de veröffentlichen.

<Bild mit KI generiert> 

Ein Elfchen am Montag 

„Kaffee
Tasse dampft
Draußen regnet es
junge kleine süße Hunde
Montagsmorgens
.“

Dein „Elfchen“ kannst Du gern in der Kommentarfunktion eintragen! Probiere es bitte👍 Weiterlesen „Thema der Woche – „Ich schreibe täglich ein Elfchen“ Montag“

Erinnerung an Sniki, die Französische Bulldogge


„Bekomme ich auch einen Kaffee?“
Sniki ist ein French Bulldog, der auf einem Bild neben einer roten Tasse Kaffee sitzt und neugierig in die Kamera schaut. Leider gibt es keine weiteren Informationen über Sniki, aber das Bild scheint sehr beliebt zu sein und viele Menschen zum Lächeln bringt.

Sniki ein Sonnenschein

Ist das ein wahrer Kaffeewunsch?
Das ist eine lustige Frage! Ich denke, der Hund auf dem Bild möchte wahrscheinlich einfach nur Teil der Szene sein und vielleicht ein Leckerli bekommen. Der Text „Bekomme ich auch einen Kaffee?“ ist wahrscheinlich ein Scherz und nicht ernst gemeint. Hunde trinken schließlich keinen Kaffee!

Sniki, unser Familienhund. Das liebe Mädchen begleitete uns 2017 auf einer Reise nach Köln und Koblenz, an der Mosel entlang nach Luxemburg, in den Schwarzwald, durch Südfrankreich, nach Genf und quer durch die Schweiz nach Zürich. Das war eine wunderschöne Reise und Sniki hat sich sehr gut angepasst. Eine tolle Erinnerung!

Stammtisch Geschichten – Immer wieder nervt das Weib


Stammtisch – Immer wieder nervt das Weib (3)

Wieder einmal war der heiligste Tag, aller Tage.
Es war wieder einmal Freitag, dass Sahnehäubchen der aktuellen Woche. Wieder einmal trafen wir uns in unserer Lieblings Kneipe und wir hatten diese Woche ein ganz delikates Gesprächsthema, welches so richtig unter die Haut ging.
Ja, da waren wir wieder alle und saßen um den runden Tisch in unserer Kneipe, zu allem bereit. Vor allem literweise den goldfarbenen Gerstensaft in unsere Birne zu schütten. Vorneweg gesagt, wir lieben dieses Getränk, was man uns auch mit unseren gut gefüllten Bäuchen an sah. Aber wir mussten ja schließlich auch eine gutes Alleinstellungsmerkmal zur Schau tragen. Dieser konnte natürlich bei Karl-Heinz, Hans-Dieter, Klaus-Dieter und bei mir, Hans-Jürgen, nicht unterschiedlicher sein. Die einen hatten ein kleines Bäuchlein, andere wieder eine regelrechte Plautze. Ja, das waren sie unsere Flüssigkeitsmessorgane. Wir standen also gut im Saft, in unserem liebsten – den Gerstensaft.
So, nun hatten wir erst einmal einen halben Liter eingeatmet und wir waren in unserem Element. Gleich rankten sich unsere Gesprächsthemen auch gleich wieder um unser Lieblingsthema – Frauen.
Karl-Heinz brachte es auch gleich auf den Punkt, mit einer ebenso steilen These:
„Frauen nerven im Bett!“. Ich ließ das erstmal sacken und fragte ihm „Wie meinste das eigentlich?“ und Karl-Heinz steigerte sich gleich um so mehr in dieses Thema hinein. Ich war darin noch nicht so richtig angekommen und dachte nur so für mich an die letzte Nacht. Das kann ja heiter werden!
Und Karl-Heinz philosicherte weiter und war sogleich in seinem Element.
„Wenn ich von der Erotik Mal ansehe, haben mir Frauen im Bett nichts als Ärger eingebracht. Mit viel Wehmut denke ich manchmal an Zeiten zurück, an denen ich entweder allein und entspannt die Nachtruhe genoss, oder nur vorübergehend mit einer Frau das Bett aufsuchte. „Das war noch wirklich schön“, sinnierte Hans-Dieter. Unbeirrt dotierte Karl-Heinz weiter, „Die Probleme fingen erst so Mitte Dreißig an, als man das Nachtlager wie Mann und Frau teilte, sprich vom Einschlafen bis zum Aufstehen. Und da muss ich eine ganz bittere Bilanz ziehen. Nächte des Grauens ist noch stark untertrieben. Am Tage durchaus abgeklärte Frauen mutieren angesichts von Federkern und Daunen, ausnahmslos zu verwöhnten , lebensuntüchtigen und egoistischen Zicken.
„Da kann ich euch auch einiges berichten“ brachte sich Klaus-Dieter in das Gespräch ein. „Diedder, Bring uns Mal schnell noch vier Halbe, denn die Luft ist hier sehr dünne“ Klaus-Dieter redete unaufhörlich weiter, “ Beginnen wir mit dem leidigen Thema Mücken“. „Vorneweg muss ich sagen das ich im Sommer grundsätzlich gern neben einer Frau liege, weil ich dann von den Stechmücken verschont bleibe. Die stürzen sich dann immer auf eine meiner Bett Nachbarinnen.
Das ist bitter, tut mir persönlich auch wirklich leid, ist aber noch lange kein Grund mich grob wach zu jammern mit „Ich bin völlig zerstochen!“
Mit einer Stimme im Grenzbereich zwischen Hysterie und Nervenzusammenbruch moduliert. Der Auftrag an mich, den männlichen Sicherheitsbeamten ist klar: Steh auf und geh Mücken jagen“ .“ Ich weiss nicht, warum Frauen selbst keine Mücken jagen, warum sie im Bett liegend, den Späher machen, auf schwarze Punkte an der Decke deuten und DA! Rufen. Ich weiß vor allem nicht, warum ich gähnend mit zersaustem Haar und einer zusammen gerollten Zeitung auf der Matratze stehe und auf Zuruf Mücken tot schlage.
Ich rief “ Diedder lass Mal wieder die Luft aus den Gläsern, der Flüssigkeit Bedarf ist heute wieder richtig enorm.“
Karl-Heinz, der ganz kurz ein wenig eingenickt war, schreckte plötzlich auf: „Wie schlafe ich normalerweise?“ Alle riefen: „Ganz schlecht“ und ließen die Biergläser heftig klirren. „Prost, ihr Bauchuntenschläfer“. Ich rief noch „Prost, haut weg den Scheiß“, um danach auch gleich aufzustehen in schnellen, stümischen Schritten an Diedder vorbei um auf der Toilette wieder unsere Körper zu entleeren. Den einen oder anderen Ton einer Kleinen Nachtmusik hallte noch durch den Raum, aber richtete keine nennenswerten Schäden an.
„Also wie schlafe ich normalerweise? Am liebsten in der Löffelstellung 🥄.
Ich liebe diese Schlafposition, weil sie mich in dem Grundvertrauen in die Richtigkeit meines Daseins bestärkt. Nun gibt es aber zahlreiche Frauen, die sich anfangs sehr anschmiegsam geben und leidenschaftlich „Löffeln“, sich dann aber wenn es um die endliche Schlafposition geht, als sehr hartleibig erweisen. Sie stoßen sich mit der einen Hand von mir los, ergreifen mit der anderen Hand die vermeintlich eigene Bettdecke und verdeitigen dies Refugium mit erbitterter Gegenwehr. Ich muss derweilen geduldig warten, bis die „Meine Decke gehört mir“ Audistin endlich in den Schlaf gesunken ist und ich beginnen kann, vorsichtig robbend verlorenes Terrain zurück zu gewinnen.“
„Wenn ich dann, nunmehr halbherzig löffelnd, in tiefen Schlaf gesunken bin, kommt häufig schnell die nächste Gemeinheit. Ein brutaler Stoß, meist mit dem Ellbogen ausgeführt, trifft mich in die Seite.
Ich schrecke hoch und höre eine schneidenden Stimme „Du schnarchst“
So etwas würde ich nie tun. Ich finde es bezaubernd wenn sie im Schlaf redet oder ein bisschen vor sich hin blubbert. Nie würde ich sie mit dem Ellenbogen stoßen. Aber Frauen ist es ja egal, ob man dem nächsten Morgen eine wichtigen Termin hat. Nach dieser Tat versinken sie umgehend wieder in den Tiefschlaf und ich liege mit tellergroßen Augen in der Dunkelheit und finde nicht wieder in den Schlaf.
Auch Klaus-Dieter bringt sich wieder ins Gespräch, nachdem er sich mit seinem eigenen Bier so richtig voll gesäubert hatte, sabberte er weiter. „Grauenhaft ist eine andere Variante der körperlichen Attacke. Da liegt man wohlig unter seiner Decke und ist am Weg nicken und da kommen sie: KALT, EISKALT. GEFRORENE FRAUENFÜSSE, schieben sich langsam und unaufhaltsam zwischen die männlichen Schenkel. Dort sollen sie gewärmt werden. Der Mann zuckt zurück, windet sich, versucht die unausweichliche Flucht, aber die weichen Eisgletscher unter der Bettdecke sind stärker!
„ALLE FRAUEN HABEN KALTE FÜSSE! ALLE!!
Und sie kennen kein Erbarmen. Stumm aber fordernd kommen sie in der Nacht gebrochen und saugen Körperwärme im Gigawatt-Bereich ab.
Schrecklich!
Manchmal geben sie auch dann keine Ruhe, wenn man ihre < Permafrost Füsse>
enteist, das Schnarchen eingestellt hat und dem Löffeln entsagt hat, dann haben sie etwas gehört: Räumen sie,
oder <hörst du die komischen Geräuche>.
Die Botschaft ist erneut glasklar: Mann packe dir einen hölzernen Kleiderbügel oder eine sonstige behelfsmäßige Waffe, wage dich in die dunkle Wohnung und vertreibt den Einbrecher, wenn du einen findest. Klar das jeder Man dem tief verwurzelten Instinkt zum Schutz seiner Sippe folgt und in Socken und Unterhosen wie ein Depp im Dunkeln en um her stolpert und dann frierend und unverrichteter Dinge zur natürlich tief schlafenden Frau zurück zu kehren.
Wer meint, mit dem Morgengrauen sei der Ärger aus gestanden, das Grauen nimmt weiter seinen Lauf. Wie in einem Horrorfilm, der scheinbar seinen gruseligen Höhepunkt erreicht hat und dann noch einmal unbarmherzig zu schlägt. Ich meine jetzt die unterschiedlichen Schlaf- und Wachzeiten.“
Erst einmal, Diedder bring noch vier von deinen Hopfenkaltschalen und vier Kurze die richtig lang sind.
Hans-Dieter, meldete sich gleich ganz aufgeregt zu Wort. “ Das kenne ich richtig gut, das mit den unterschiedlichen Schlaf- -und Wach Zeiten. Wer meint am Morgen sei der ganze Ärger ausgestanden, täuscht sich gewaltig. Hört zu. Ich arbeite meisten bis in die frühen Morgenstunden.“
„Ha, ha“, grölte ich gleich. “ Du hängst wie heute die ganze Nacht in der Kneipe. Das hat doch mit Arbeit überhaupt nichts zu tun!
Aber Hans-Dieter ließ sich gar nicht weiter aus seiner Rede bringen. „Ich stehe dann folgerichtig nicht gerade mit den Hühnern auf. Kein Problem für den Alleinschläfer. Was soll ich aber mit einer Frau machen, welche morgens um Sieben Kerzengerade nach federnd im Bett sitzt, Langeweile hat, sich laut und vernehmlich reckt, gähnt und räuspert, aufdringlich Körperkontakt sucht und am Ende gar Sex fordert…“
Wie aus einem Guß kam sofort ein „oh nein, das fehlte uns gerade noch, die Weiber sind wirklich nicht ausgelastet. Sie hätten doch genügend mit ihrem Haushalt und ihrem Job zu tun. Aber das müssen wir ihnen noch richtig beibringen. So kann doch das echte Leben nicht weiter gehen. Wir brauchen unsere Kneipen Freiheit. Jawohl, das sind die richtigen Worte zur Tageszeit!
Prost, Männer.“
Auch ich musste nun dazu auch noch meinen Senf dazu geben.
„Nachdem wir blutsaugende Insekten zur Strecke gebracht haben, zum Dank dafür Ellenbogen Checks kassiert haben und unter die eigene Bettdecke verbannt wurden, gemeinsam Permafrost Füsse spüren mussten, reichte es mir.
Und zwar richtig! Eines Morgens früh würde ich durch die Frage geweckt Kurz danach fiel die Wohnungstür lautstark ins Schloss und ich mußte mir den Kaffee selbst machen.“
„Gibt es da keine Hoffnung?“
„Doch, die gibt es. Ich habe da jemanden kennen gelernt. Und die ist ganz anders.
Sie ist anschmiegsam und kuschelt exzessiv. Ich darf in ihrer Gegenwart ausgiebig schnarchen. Wenn sie Geräusche hört schaut sie selbst nach dem Rechten. Mücken bringt sie mit geschickten Schlägen selbst zur Strecke und sie hat niemals nie kalte Füße.
Nun gut sie ist manchmal ein bisschen verspielt.
Aber welche Katze ist das nicht?“

© Jürgen Rüstau 2025

Siebtes Schäfer Stündchen in Taucha 2017


Foto: Guido Schaefer mit Jürgen Rüstau und Peter Escher

Aller guten Dinge sind sieben…, denn genauso viele Mal war LVZ-Chef-, Sport- und Kultreporter Guido Schäfer nun schon im Tauchaer Café Esprit im Gespräch über die schönste Nebensache der Welt. In dieser Zeit hat er mit Radiomoderator Roman Knoblauch, dem jetzigen Bürgermeister Tobias Meier und dem LVZ-Lokalredakteur Olaf Barth drei Moderatoren „verschlissen“.
Nun versuchte sich Matthias Kudra , Gedichteschreiber, Stammgast des Tauchaer Literaturstammtisches und Redakteur beim Online-Magazin, als Fragesteller auf der Talkbühne.
Kudra hatte sich akribisch vorbereitet und überraschte den Talkgast mit um Zahlen und Fakten angereicherten Fragen. Dass er sich dabei bei Namen ein paarmal verhedderte, sah ihm Schäfer nach, nutzte vielmehr die Situation für schlagfertige Pointen und zum versöhnlichen Anstoßen mit schwarzem Wodka. Schäfer fragte auch immer mal nach “Was hast du noch auf deinem Zettel?”. Kudra blieb aber seiner Linie treu und verstand es, dem Gast in den zwei Gesprächsstunden in lockerer Atmosphäre interessante Antworten zu entlocken.
Im November 2011 prophezeit Fußballexperte Schäfer in seiner ersten „Tauchaer Blauen Stunde“: „…Ich gebe dem RB-Projekt “Bundesligaaufstieg” große Chancen. Leipzig wird wieder in der Bundesliga spielen!…”. Jetzt, sechs Jahre später – Schäfer hatte ihnen vor Saisonbeginn durchaus den achten Platz zugetraut – stehen die Rasenballer nun sogar auf dem zweiten Tabellenplatz der Bundesliga. Klar, dass sich das Gespräch hauptsächlich darum drehte. Der Journalist und ehemalige Profifußballer beim FSV Mainz 05 sieht den Aufstieg von RB in die 1. Bundesliga als Gewinn für die Messestadt und die Region. „RB wird sich zu einem Leipziger Fußballverein entwickeln, auch wenn das einige Fans von Lok und Chemie anders sehen“, machte er deutlich. Und der Standort des Stadions in der Innenstadt sei zwar verkehrstechnisch ein Problem, aber letztendlich ein Segen für das geschäftliche Umfeld von Handel, Gastronomie und Hotellerie der Stadt.
„Als ehemaliger Profifußballer hat man einen besseren Zugang zu Spielern und Offiziellen“, meinte Schäfer auf seinen engen Bezug als Journalist zu RB angesprochen. Den Begriff „Hofberichterstatter“ wollte er in diesem Zusammenhang allerdings nicht gelten lassen. Das würde bei allem Vertrauen, was zwischen ihm und dem Verein herrscht, bedeuten, dass er nicht kritisch mit Spielverläufen, Spielern und Vorgängen rund um den Verein umgehen und auch nicht offen darüber schreiben könne.
Die Begleitung der Mannschaft von RB ins Trainingslager nach Portugal sei eine „journalistische Katastrophe“ gewesen, denn da sei nichts passiert. „Wenn man dann noch 18 Stunden Flug in Kauf nehmen muss, fragt man sich ernsthaft nach dem Sinn des Lebens“, klagte der für diese Jahreszeit in der Sonne Portugals schon gut gebräunte Chefreporter auf hohem Niveau.
Seine Stories aus seiner aktiven Fußballerzeit werden in den Talkrunden immer wieder gerne gehört. So auch, dass er nach seinem gesundheitlich bedingten Karriereende nicht als Jugendtrainer weitermachen durfte, was er als großen Fehler bezeichnete, „denn mit dem Wissen von heute würde ich vieles anders machen. Ich kenne alles, was man falsch machen kann“, lachte der 52-Jährige. „Man muss nicht auf alles oder wegen etwas trinken“, hätte er aus eigener (freudvoller, wie er zugibt) Erfahrung seinen jugendlichen Schützlingen beibringen wollen, wenn man ihn (los)gelassen hätte. Aber es kam ja bekanntlich ganz anders. Nachdem er als Sport-Redakteur bei der Allgemeinen Zeitung Mainz gemobbt und letztendlich entlassen wurde, hatte er sich bei der LVZ beworben und wurde zu seinem Erstaunen tatsächlich genommen.
Schäfers Beiträge haben mittlerweile Kultstatus erreicht. „Ich schreibe so, dass es die Leute auch lesen“. Der lockere Schreibstil sein ihm quasi in die Wiege gelegt worden. „Und Frauen sollen es schließlich auch verstehen, wenn es um Fußball geht“, fügte er augenzwinkernd hinzu.
Ach ja, mit seinem Buchprojekt sei er auch noch nicht viel weiter, als dass er weiß, dass es 250 Seiten dick werden und 19,90 Euro kosten soll. Ein Vorwort von Jügen Klopp hätte er schon, es könnte aber sein, dass es nochmal neu geschrieben werden muss, denn es sei schon drei Jahre alt. Eine weitere Voraussetzung wäre noch, dass er mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz ein Hintergrundgespräch geführt hat. Das Buch müsse dann aber weltweit erscheinen, damit er sich damit zur Ruhe setzen kann.
Auf Nachfrage von Moderator Kudra versprach Schäfer noch, dass er RB-Sportdirektor Ralf Rangnick einen Tipp geben werde, dass im Tauchaer Kulturcafé eine gute Talk-Atmosphäre herrscht…
Text und Fotos: Reinhard Rädler

Was ist Glück?

Das Glück 

Es huscht das Glück von Tür zu Tür,
Klopft zaghaft an: – wer öffnet mir?

Der Frohe lärmt im frohen Kreis
Und hört nicht, wie es klopft so leis.

Der Trübe seufzt: Ich lass nicht ein,
Nur neue Trübsal wird es sein.

Der Reiche wähnt, es pocht die Not,
Der Kranke bangt, es sei der Tod.

Schon will das Glück enteilen sacht;
Denn nirgends wird ihm aufgemacht.

Der Dümmste öffnet just die Tür –
Da lacht das Glück: »Ich bleib bei dir!«

Richard Zoozmann

 

Dramatiker, Übersetzer und Bearbeiter hervor und schrieb auch unter den Pseudonymen Richard Hugo, Hugo Zürner usw. Er übersetzte englische und russische Literatur ins Deutsche, von Charles Dickens, Oscar Wilde, Lew Wallace, Walter Scott und James Fenimore Cooper. Zudem übertrug er den Roman Quo Vadis von Henryk Sienkiewicz aus dem Polnischen, Gedichte von Walther von der Vogelweide aus dem Mittelhochdeutschen sowie Werke Dante Alighieris aus dem Italienischen (vor allem bekannt dank seiner Übersetzung der Göttlichen Komödie).

Zoozmann verbrachte den Sommer oft an der Woltersdorfer Schleuse, einer beliebten Ausflugsgegend für Berliner. Er engagierte sich auch für den hiesigen Verschönerungsverein und brachte mehrere Gedicht- und Liedersammlungen über Woltersdorf und die Schleuse heraus.

Heute ist er vor allen Dingen noch durch die von ihm besorgte Zitatensammlung bekannt. Die alphabetische Sortierung der Geflügelten Worte richtet sich darin nicht nach den Zitatanfängen, sondern nach deren als ‚ausschlaggebend‘ angesehenem Zentralwort (Beispiel: „Die Axt im Haus erspart den Zimmermann“ von Schiller steht nicht unter „D“, sondern unter „A“). Zoozmanns Zitatenschatz erschien erstmals 1910 und erfuhr zu seinen Lebzeiten sechs Auflagen; Neuauflagen nach seinem Tod wurden von anderen Bearbeitern herausgegeben. Im Jahre 1910 erschien der von ihm neu bearbeitete Wolffs Poetischer Hausschatz (beide Teile in einem Band).

Richard Zoozmann hatte die letzten Jahre bis zu seinem Tod seinen Wohnsitz in Bad Herrenalb im Schwarzwald, wo er auch begraben wurde.

Zu den fernen Ufern des Glücks – Dirk Zöllner

Von den fernen Inseln des Glücks zu neuen Ufern: Dirk Zöllner

Dirk Zöllner zur 39. Tauchaer Blauen Stunde im MusikcafeEr liebt den guten holzigen Rotwein, ist überhaupt als starker Raucher dem Alkohol nicht abgeneigt und natürlich die Frauen: Dirk Zöllner. Vor kurzem feierte der Berliner, der aber als Musiker und Musicaldarsteller überall in der Welt zu Hause ist, seinen 50. Geburtstag. Zudem besteht seine Band Band „Die Zöllner“ 25 Jahre und im Verlag Neues Leben erschien seine Autobiografie „Die fernen Inseln des Glücks“, die er am Dienstag Abend in der 39. Ausgabe der Tauchaer Blauen Stunde vorstellte. Die Musik kommt nach seinen Worten aus dem Gebet und und hat die Aufgabe das Gerüst der Worte durch Klänge lebendig zu machen. Diese Aussage läßt seinen Hang als Soulmusiker zur Schwermut erkennen, obwohl er selbst nicht so ist. Überhaupt liebt er das Authentische in der Musik und mag z.B. auch Schlager, z.B. von der Münchener Freiheit, Peter Maffey oder seinem Freund und Musikerkollegen Dirk Michalis. Mit Michaelis und Andre Herzberg von Pankow geht er als DreiHIGHligen auf Tour, z.B. am 18. Januar 2013 im Kulturhaus Borna. Im Moment mischt Dirk Zöllner im Studio seines Tontechnikers Marcel Wicher gerade einen Lifemitschnitt der DreiHIGHligen zusammen.

Zur Blauen Stunde im cafe esprit hat Zöllner nicht nur seine Autobiografie sondern auch die CD „Uferlos“ mitgebacht. Verschiedene Geschichten aus dem Buch hat er in Songs umgesetzt, z.B. den Titelsong wo er seine eigene Geschichte erzählt. Ergriffen waren die Besucher im ausverkauften Kulturcafe als er die Geschichte des Abschiednehmens von seinem Freund Thomas Maser vorgelesen hat, um ansschließend den Maser-Song „Ich bin wie Sand“ zu spielen. Masers früher Tod bildet praktisch die Rahmenhandlung des Buches, denn im Epilog bekennt er, dass er wenige Tage vor dem Tod des Freundes das Angebot bekommen hat, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben. Überhaupt sind die Menschen, der Umgang und das Zusammenleben mit ihnen am wichtigsten für Zöllner. So lebt er auch mit 5 Kindern und 3 Frauen, die er alle durch seine Musik kennen gelernt hat und sich gut verstehen , in einer Patchworkfamilie und schwört auf seinen Freundeskreis.

Doch Moderator Tobias Meier entlockte Zöllner auch ein paar interessante Aussagen zur Ostmusik. Die ostdeutsche Musik hat nach seinen Worten eine musikalische Stilistik mit sehr viel Lyrik hervorgebracht, was seine Kindheit und Jugend sehr geprägt hat. Zur Wende hatten die Zöllner das große Glück als erste ostdeutsche Band in einem westdeutschen Verlag eine CD herausbringen zu können, was der Band etliche Auftrittsmöglichkeiten im Westen verschafft hat. „Wir waren eine gute Lifeband, aber nicht in den Charts oder im Fernsehen“, sagte er dazu. Auf die abschließende Frage von Tobias Meier nach seinen weiteren Plänen verrblüfft er die Gäste im Kulturcafe mit dem Plan eine Rockoper zu schreiben und diese mit dem Dresdener Phliharmonieorchester und seiner Band als Buchplatte herauszubringen. Von den fernen Inseln des Glücks begibt er sich also zu neuen Ufern. Wir können gespannt sein.

Veröffentlicht am 14.11.12 auf www.taucha

Erlebtes – Hier spielte die Musik


Lutz Pohlers verstorben 2020


Egal ob Kabarett oder die Auftritte mit verschiedenen Formationen Lutz Pohlers und Franky Walter gaben den Ton an. Die Auftritte des Kabarett „Tauchaer Brettl“ bedingten die beiden Musiker. Auch ihre Soloauftritte mit den leisen Tönen wurden immer ein Erfolg.

Klänge der Stille im Musikcafe

Frank Walter und Lutz Pohlers als “Jahrgang 65 Nach ihrem überzeugenden April-Debüt als „Jahrgang 65“; im Musikcafe, begeisterten Frank Walter und Lutz Pohlers am Samstag Abend wieder mit ihren Klängen der Stille “Sound ‘N Silence”. Eine lange Freundschaft verbindet die beiden Musiker, die einst zusammen mit Thomas Fellow in einer Schulband zusammen gespielt haben. Nach einer längeren Pause – berufs und familiär bedingt – haben sie sich dann vor 12 Jahren wieder zusammen getan. Doch Fellow, inzwischen Professor für akkustische Gitarre an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden, war es der Frank Walter und Lutz Pohlers nach Besuch eines Gitarren- und Gesangsseminars veranlasste, sich musikalisch neu zu orientieren. Das Ergebnis ist ihr Programm “Sound’N’Silence – Klang und Stille”. Dabei arbeiten die Musiker ausschließlich mit Natur-Sound-Gitarren und verzichten bewußt auf Effekte um sich “vom Klang tragen zu lassen”, wie Frank Walter das Bandkonzept erläuterte. Deshalb spielen sie auschließlich Songs mit viel Tiefe, wie die Karussel-Klassikern “Als ich fortging” und “Fenster zu” oder Elton Johns “Wonderful Life” aber auch den 2006er Hit “Chasing Cars” von Snow Petrol. “Alles muss musikalisch und inhaltlich zusammen passen, wie bei einem guten Film” sagte Frank Walter dazu. In der Tat mit einem Blues vom Scheckbuch und einer Liebe, die auf leisen Sohlen geht, verabschiedeten sie sich von ihrem Publikum im ausverkauften Kulturcafe esprit.

Veröffentlicht am 23.11.14 auf www.taucha online

Lutz Pohlers am 12.5.2020 plötzlich verstorben

Als einer der ersten kondolierte Bürgermeister Tobias Meier am Sonntag in einem Beitrag auf Facebook. Er sagt: „Lutz habe ich in der Anfangszeit des ehemaligen Kunst- & Kulturverein kennengelernt. Ganz unterschiedliche Veranstaltungen organisierten und führten wir zusammen durch. Wie ‚Blaue Stunden‘ mit allerlei Gesprächspartnern und Lesungen oder Ausstellungen mit musikalischer Bereicherung. Bei zig gemeinsamen Kabarett-Auftritten über Jahre hinweg, konnte Lutz mit Witz und als musikalischer Leiter überzeugen. Unvergessen sind seine witzigen Outfits und Kreativität.” Pohlers Ableben sei „ein großer Verlust für die Kulturszene in Taucha”, fährt Meier fort und fügt hinzu: „Lutz hat so viele Menschen durch seine Art begeistert. Kein Wunder, dass der Schock bei seinen Freunden, Bekannten und Fans tief sitzt. Ich werde ihn vermissen und trauere mit seiner Familie.”