{"id":27,"date":"2025-03-05T19:49:14","date_gmt":"2025-03-05T18:49:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wortgarage.de\/blog\/?p=27"},"modified":"2025-03-17T11:41:00","modified_gmt":"2025-03-17T10:41:00","slug":"bittersuesser-abschied-die-cafe-maus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/2025\/03\/05\/bittersuesser-abschied-die-cafe-maus\/","title":{"rendered":"Bitters\u00fc\u00dfer Abschied &#8211; Die Caf\u00e9 Maus"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-21\" src=\"http:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/500155C86BB3450C8F1BF770F27EB788.jpg\" alt=\"\" width=\"525\" height=\"525\" srcset=\"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/500155C86BB3450C8F1BF770F27EB788.jpg 525w, https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/500155C86BB3450C8F1BF770F27EB788-300x300.jpg 300w, https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/500155C86BB3450C8F1BF770F27EB788-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In dem kleinen Caf\u00e9 am Rande der gro\u00dfen Stadt, war es still geworden.<br \/>\nWie lange ich hier schon sitze? Ich wei\u00df es gar nicht mehr genau \u2013 ich bin einfach gl\u00fccklich hier \u2013 doch es sind sicher schon 2 Jahre. Naja, in der Zeit sa\u00df ich nat\u00fcrlich nicht immer an derselben Stelle, aber doch so ziemlich genau immer hier oben, auf dem Vorsprung am Fenster. Glaubt mir, als Maus kann man sich kein sch\u00f6neres Zuhause w\u00fcnschen. Mein ur-ur-irgendwas-Gro\u00dfvater lebte vor \u00fcber 10 Jahren schon hier. Aber psst, ihr d\u00fcrft mich nicht verraten, sonst springt die Chefin wieder schreiend auf den Stuhl und der Boss jagt mich mit dem Besen aus der T\u00fcr. Alles schon da gewesen, aber wie ihr seht, bin ich immer noch da. Ich bin doch nicht verr\u00fcckt und gebe das hier freiwillig auf. Wieso, fragt ihr? Warum ich nicht beim B\u00e4cker die Stra\u00dfe runter eingezogen bin? Kommt n\u00e4her, ich verrate euch ein Geheimnis \u00fcber das Caf\u00e9, dann werdet ihr mich verstehen.<br \/>\nEs gibt viele Geschichten die von diesem Geheimnis zeugen und in unserer Familie schon \u00fcber Generationen weitererz\u00e4hlt werden, doch ich m\u00f6chte euch eine Geschichte aus meiner Zeit hier erz\u00e4hlen:<br \/>\nVor zwei Jahren betrat ein \u00e4lterer Herr den Laden. Er trug einen braunen, etwas aus der Mode gekommenen Anzug und musterte mit finsterem Blick den Raum, die kleinen Tische, die Gem\u00e4lde an der Wand und die handbeschriebene lange Tafel. Das herzliche Willkommen von Paula, unserer h\u00fcbschen Kellnerin, prallte an ihm ab wie Wasser an Wachs. Er setzte sich an den Tisch in der Ecke am Fenster, a\u00df und trank ohne ein L\u00e4cheln oder ein Wort, und ging ohne einen Cent Trinkgeld zu geben, hinaus. Ab da kam er jeden Mittwoch, immer zur selben Zeit, immer mit demselben grummeligen Gesicht. Und Paula warf ihm jedes Mal aufs Neue, ein herzliches Willkommen an die Brust. Umso d\u00fcsterer seine Miene wurde, desto heller leuchtete ihre.<br \/>\nIhr m\u00fcsst wissen, dies ist ein besonderes Caf\u00e9, ein Kulturcaf\u00e9, hier gibt\u2019s nicht nur Kaffee und Kuchen und Schnitzel und Bier, hier wird gesungen, getanzt und interviewt. Und Mittwochs gibt es hier Literatur. Ein paar Leute setzen sich zusammen und lesen einander vor. Geschichten aus B\u00fcchern oder gar aus ihrer eigenen Feder. Immer sehr unterhaltsam kann ich euch sagen. Langeweile kommt nie auf. Manchmal war mir hier oben schon ganz gruselig zumute und einmal musste ich so sehr lachen, dass ich beinah heruntergefallen bin. Und da das Caf\u00e9 ja nicht sehr gro\u00df ist, kann jeder im Raum die Geschichten der Leserunde h\u00f6ren, wenn er nur will und still genug ist.<br \/>\nUnd so war es auch damals, an jenem Mittwoch. Alle lauschten den Erz\u00e4hlungen, angefangen bei den jungen Damen mit ihren Gl\u00e4sern Wein zwei Tische weiter, dann das \u00e4ltere P\u00e4rchen direkt an der T\u00fcr, das sich ohnehin bei jedem Besuch in Schweigen h\u00fcllte, und auch der stattliche Karl hinterm Tresen, der dabei immer entspannt ein Glas polierte, oder zwei. Nur der \u00e4ltere Herr in seinem braunen Anzug, st\u00f6rte sich an diesem Stammtisch und plauzte in die Runde: \u201eKann man hier nicht mal in Ruhe essen?\u201c<br \/>\nPaula eilte sofort zu ihm und fragte freundlich: \u201eSoll ich die Musik in ihrer Ecke etwas lauter drehen? Dann h\u00f6ren Sie die Herrschaften nicht so.\u201c<br \/>\n\u201eIch will weder Geschwatze noch Geklimper h\u00f6ren, ich will meine Ruhe beim Essen! Ist das zu viel verlangt?\u201c, stie\u00df der Mann hervor und zerstach w\u00fctend seine Kartoffeln.<br \/>\n\u201eWissen Sie, was das Sch\u00f6ne an einem Caf\u00e9 ist?\u201c, vibrierte mit einem Mal die tiefe Stimme des sonst so stillen Karl \u00fcber den Tresen. Alle schwiegen. Und w\u00e4hrend Karl redete, polierte er in aller Seelenruhe sein Glas. \u201eHier kommen die verschiedensten Menschen her &#8211; um zu reden, zu speisen, abzuschalten und vielleicht sogar einfach nur, um nicht allein zu sein.\u201c Karl schaute durch das Glas gegens Licht. \u201eNe bunte Mischung. Und jeder ist bei uns willkommen.\u201c Dann nahm er das Glas ganz ruhig runter und sah dem fassungslosen \u2013 offenbar keinerlei Widerworte gewohntem \u2013 \u00e4lteren Herrn direkt in die Augen: \u201eLeben und leben lassen, verstehen Sie?\u201c<br \/>\nMit bebender Unterlippe sah der Mann erst Karl, dann Paula und dann die anderen G\u00e4ste an. Leute, ich dachte jetzt rappelts im Karton. Keiner im Raum traute sich zu bewegen. Nicht mal ich, dabei sah mich ja niemand. Der \u00e4ltere Herr schnaubte ver\u00e4chtlich, warf wahllos ein paar Geldscheine auf den Tisch und verschwand hinaus in die Nacht.<br \/>\nWarum der Mann so griesgr\u00e4mig war, fragt ihr euch? Das haben wir uns hier damals auch gefragt. Aber wozu die Spekulationen, man wei\u00df es eh nie genau. Manchmal braucht es im Leben einfach Geduld. Wir sollten es noch erfahren. Denn, er kam wieder, bereits am Mittwoch drauf, zu seiner gewohnten Uhrzeit und setzte sich an seinen \u00fcblichen Platz. Und diesmal fing er Paulas tapferes Willkommen mit einem kurzen Nicken auf. Waaas?, dachte ich und beobachtete die Szene mit offenem Mund: Von seinem Tisch aus, sah er hin\u00fcber zur Leserunde, die in dem Moment verstummt war, als er das Caf\u00e9 betreten hatte. Er musterte sie alle, jeden Einzelnen von ihnen. Dann atmete er tief durch, zwang seine Mundwinkel zu einem kurzen Sprung nach oben und wandte umgehend seinen Blick aus dem Fenster, wo er ihn desinteressiert \u00fcber die Stra\u00dfe wandern lie\u00df. Karl warf sich sein Poliertuch \u00fcber die linke Schulter und nickte der Leserunde motivierend zu \u2013 woraufhin sie z\u00f6gerlich, wie ein anrollender Schwertransporter, ihre Lesefahrt wieder aufnahmen. Die schwere literarische Kost rollte auf der zarten Stimme einer ehemaligen \u00c4rztin durch den Raum und verfrachtete die G\u00e4ste St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck zur\u00fcck in ferne Welten und Abenteuer.<br \/>\nVon den anderen unbemerkt, ging Karl zu dem \u00e4lteren Herrn hin\u00fcber und stellte ihm ein frisch gezapftes Bier auf den Tisch. Vom Ger\u00e4usch erschrocken, holte der seinen Blick von der Stra\u00dfe und schaute auf. Da legte ihm Karl kaum merklich die Hand auf die Schulter und deutete mit dem Kinn aufs Bier: \u201eGeht aufs Haus.\u201c Und der Mann l\u00e4chelte kurz und d\u00fcnn. \u2013 Und ich sa\u00df da und wusste vor R\u00fchrung kaum wohin mit mir. M\u00e4nner, he? Verstehen sich auch ohne viele Worte.<br \/>\nTja, wie sich herausstellte, hie\u00df der \u00e4ltere Herr, Herr Schubert und seine Kinder hatten den Kontakt zu ihm abgebrochen, weil er dauerhaft ihren Lebensstil kritisierte. Woher ich das wei\u00df? Ich wei\u00df alles, ich bin die Caf\u00e9maus. Naja, und au\u00dferdem hat er es Karl in diesem einen n\u00e4chtlichen Gespr\u00e4ch verraten, als bereits alle G\u00e4ste fort waren:<br \/>\n\u201eIch mein es doch nur gut, damit sie es einmal besser haben als ich, und nicht mit 60 noch Versicherungen verkaufen m\u00fcssen. Doch sie h\u00f6ren nicht auf mich.\u201c<br \/>\nEr sprach immer leiser und ich musste meinen Stammplatz verlassen, um ihn weiter h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. Vorsichtig schlich ich mich \u00fcbers Regal von hinten an ihn heran. \u201eIch habe Leute versichert, die gar nicht versicherbar waren\u201c, fuhr er fort. \u201eIch habe ihre, ich sag mal \u2026 \u00e4hm \u2026 Makel, bei der Versicherung eben nicht erw\u00e4hnt und gut. So konnte ich \u00fcber die Jahre sehr erfolgreich viele Menschen mit Berufsunf\u00e4higkeitsversicherungen, Lebensversicherungen und was wei\u00df ich f\u00fcr Zeug versorgen.\u201c Er nahm einen gro\u00dfen Schluck von seinem Bier und starrte dann mit leerem Blick auf die platzenden Schaumbl\u00e4schen in seinem Glas, w\u00e4hrend Karl ein Weinglas polierte und schwieg. Es blieb offen, ob es Herrn Schubert nur um die Provision ging, oder ob er es naiver Weise gut mit den Menschen meinte. Doch es war Herr Schuberts Geburtstag, und er hatte mehr getrunken als gew\u00f6hnlich, und so erz\u00e4hlte er Karl auch noch von jenem Tag, der kommen musste. Der Tag, an dem ihm eine dieser Policen um die Ohren geschossen war: \u201eDer Versicherungsfall trat ein, der Schwindel flog auf, die Versicherung zahlte nicht und ich wurde verklagt. Und anstatt die Wahrheit zu sagen, hab ich alle Schuld von mir geschoben und meine Klientin als L\u00fcgnerin bezeichnet. Was h\u00e4tte ich denn tun sollen? Mein Ruf und alles stand doch auf dem Spiel.\u201c Er seufzte schwer und rieb sich die Stirn. \u201eWas soll ich sagen, ich bekam Recht und die alleinerziehende, nun berufsunf\u00e4hige Mutter, kein Geld. Ich hatte gewonnen.\u201c Dann f\u00fcgte er noch leiser hinzu (ich bin fast aus dem Regal gefallen, bei dem Versuch ihn zu verstehen): \u201eDoch in den Jahren danach, habe ich alles verloren. Meinen Ruf, viele meiner Klienten und meine S\u00f6hne.\u201c Die tonnenschwere Last auf den Schultern dieses Mannes vergiftete sein Herz, sichtbar. Und Karl h\u00f6rte zu, nickend, polierend und v\u00f6llig wertfrei.<br \/>\nWisst ihr, wenn ich eins in meiner Zeit hier im Caf\u00e9 gelernt habe, dann, dass das Universum jedem die Rechnung f\u00fcr sein Handeln pr\u00e4sentiert. Dem einen fr\u00fcher, dem anderen sp\u00e4ter. So wie es auch Karl macht \u2013 viele Leute d\u00fcrfen bei ihm anschreiben, doch irgendwann m\u00fcssen alle ihre Schuld begleichen.<br \/>\nTja, wisst ihr, ich hatte damals echt geglaubt, dass sich nach dieser Offenbarung bei Herr Schubert etwas \u00e4ndern w\u00fcrde. Aber meeep \u2013 das hat es nicht. Herr Schubert hatte weiterhin nichts unternommen, um sein Unrecht gutzumachen, und lief weiter griesgr\u00e4mig und verbittert durchs Leben. Doch etwas hatte sich ver\u00e4ndert, es gab einen winzigen Unterschied zu vorher: Er lauschte jetzt Mittwochs den Lesungen. Kein stummes Dulden der Worte die durch den Raum sp\u00fclten, wie sonst, nein, er hatte die Ohren gespitzt und seine Gesichtsz\u00fcge verrieten, wie tief er in die Geschichten abgetaucht war. Mal runzelte er die Stirn, sch\u00fcttelte den Kopf oder l\u00e4chelte, und seine Finger umspielten dabei wie in Trance seinem runden Papp-Untersetzer. Bis eines Abends, ein Professor in der Leserunde aus einem dicken Buch vorlas, dass vom Tod eines Bergsteigers in eisigen H\u00f6hen handelte. Von einem Mann, der verbittert wurde, als er seinen Job verlor, woraufhin er seine Familie verlie\u00df, um sich neu zu erfinden. Doch alles was er gefunden hatte, war die Stille der Berge und den Tod. Und so, hatte er nie seinen Enkel kennenlernen k\u00f6nnen, der ihm so unendlich \u00e4hnlich war.<br \/>\nAn diesem Abend st\u00fcrzte Herr Schubert aus dem Caf\u00e9 ohne zu bezahlen, auf seinem Tisch stand noch ein halbvolles Bier.<br \/>\nWir sahen ihn viele Wochen lang nicht wieder. Dennoch hielt Karl ihm jeden Mittwoch seinen Tisch frei. Die Leere in der Ecke war so gespenstig, dass ich mir Mittwochs ein anderes Pl\u00e4tzchen suchen musste. So ein leerer Tisch zieht mich echt runter. Also war ich \u00f6fter hinten, in der K\u00fcche. Auch sch\u00f6n, wisst ihr. Der Chef pers\u00f6nlich zaubert hier. Und wisst ihr was? Ich glaube, er wei\u00df, dass es mich gibt \u2026 warum sollte er mir sonst immer so viele Kr\u00fcmel auf den Boden werfen. Der Gute.<br \/>\nEs war ein Sonntag im Mai, ich sa\u00df an meinem \u00fcblichen Platz auf dem Vorsprung\/Balken am Fenster, als die T\u00fcrglocke schellte und Herr Schubert den Laden betrat, in Jeans und Poloshirt. Im Schlepptau ein kleines M\u00e4dchen mit blonden Z\u00f6pfen und ein grinsender Junge in kurzen blauen Hosen. Sie waren kaum \u00e4lter als sechs.<br \/>\n\u201eOpa, k\u00f6nnen wir ein Eis haben?\u201c, fragte der Junge, und seine Schwester setzte nach: \u201eIch m\u00f6chte lieber K\u00e4sekuchen, darf ich?\u201c Sie wirbelten lachend um seine Beine und er t\u00e4tschelte ihnen beiden den Kopf: \u201eAber nat\u00fcrlich ihr zwei, und wisst ihr was? Ich nehm beides.\u201c<br \/>\nOh Mann, ich h\u00e4tte ein Taschentuch brauchen k\u00f6nnen an diesem Nachmittag. Mir ist immer noch ganz r\u00fchrig ums Herz zumute, wenn ich es euch erz\u00e4hle.<br \/>\nHerr Schubert kommt bis zum heutigen Tag hier her, letztens hat er sogar seinen Geburtstag bei uns gefeiert, mit K\u00e4sekuchen f\u00fcr alle \u2013 sehr netter Mann, hihi. Ob er sich je bei der alleinerziehenden Frau, die er um ihr Geld gebracht hatte, entschuldigt hat, wei\u00df ich nicht, aber ich verlass mich da voll aufs Universum.<br \/>\nUnd solche Herr Schuberts haben wir hier viele gesehen. Menschen die anfingen \u00fcber sich und ihr Leben nachzudenken. Ob Frau M\u00fcller, Herr Tr\u00f6ber, Paula, Matthias, Susanne, Herr Boll, ach die Liste k\u00f6nnt ich noch ne Stunde so weiterf\u00fchren. Aber ich denke ihr versteht worauf ich hinaus will. Das Geheimnis das Cafes\u2026<br \/>\nEs ver\u00e4ndert die Menschen, es ber\u00fchrt sie ein wenig unter der Schale. Keine Ahnung warum, hier schwebte immer ein Hauch Magie durch die Luft. Die wenigsten gingen wie sie kamen, ein wenig Zauber nahm ein jeder mit. Ob das an den national und international bekannten K\u00fcnstlern lag, die sich hier die Klinke in die Hand gaben oder an der bezaubernden Kunst an den W\u00e4nden? An der intimen Wohnzimmer-Atmosph\u00e4re, an den Leserunden oder der bunten Mischung der G\u00e4ste? Oder war es die Warmherzigkeit des Personals, das leckere hausgemachte Essen oder die bodenst\u00e4ndige Lage? Ich kann es euch nicht sagen \u2013 vermutlich eine Mischung aus allem, gepaart mit der Hingabe, mit der dieses Caf\u00e9 gef\u00fchrt wurde. Auch wenn ich vooooll auf den K\u00e4sekuchen setze. Yami!<br \/>\nDoch letzten Endes, tja, da hat das Caf\u00e9 nicht den Reichtum erwirtschaftet den es gebraucht h\u00e4tte, um ein weiteres Jahrzehnt Kultur in die Stadt zu locken, aber wisst ihr, darauf kommt es gar nicht wirklich an. Denn es hat etwas anderes, viel wertvolleres \u201eerwirtschaftet\u201c \u2026 etwas das mit Geld \u00fcberhaupt nicht aufzuwiegen ist \u2026 und zwar Jahre voller Momente die das Herz ber\u00fchrten, viele Jahre, viele Herzen. Hier durfte Mensch, Mensch sein und Maus, Maus \u2013 jeder war gut so wie er eben war. Authentizit\u00e4t \u2013 ein rares Gut. Ich kenn mich aus. (zwinker)<br \/>\nUnd nun ist es soweit, das Caf\u00e9 schlie\u00dft seine Tore. Chef und Chefin wollen mehr kuscheln und mehr Zeit mit ihren Lieben verbringen. Ja, auch sie hat das Caf\u00e9 ver\u00e4ndert. Wie sehr, das wissen nur die Zwei.<br \/>\nEs stimmt mich traurig zu gehen und doch seht ihr mich l\u00e4cheln. Ich hatte die sch\u00f6nste Zeit meines kleinen Lebens hier! Aber wie hei\u00dft es bei euch Menschen so sch\u00f6n? Man sollte gehen, wenn es am Sch\u00f6nsten ist \u2013 \u2026 au\u00dferdem ist die Stra\u00dfe runter in der Buchhandlung, ne s\u00fc\u00dfe Maus mit Leselaune eingezogen \u2026 also. Es wird Zeit, dass ich meinen Hut nehme und ein letztes St\u00fcck vom Kuchen. Eine \u00c4ra geht zu Ende, doch die Legenden leben fort \u2013 unvergessen.<br \/>\nIch verbeuge mich, macht\u2019s gut, bis bald und habt euch lieb. Es lebe die Kunst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In dem kleinen Caf\u00e9 am Rande der gro\u00dfen Stadt, war es still geworden. Wie lange ich hier schon sitze? Ich wei\u00df es gar nicht mehr genau \u2013 ich bin einfach gl\u00fccklich hier \u2013 doch es sind sicher schon 2 Jahre. 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