{"id":2190,"date":"2025-10-26T12:59:00","date_gmt":"2025-10-26T11:59:00","guid":{"rendered":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/?p=2190"},"modified":"2025-10-26T13:22:42","modified_gmt":"2025-10-26T12:22:42","slug":"stammtisch-geschichten-immer-wieder-nervt-das-weib","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/2025\/10\/26\/stammtisch-geschichten-immer-wieder-nervt-das-weib\/","title":{"rendered":"Stammtisch Geschichten &#8211; Immer wieder nervt das Weib"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2192\" src=\"http:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Screenshot_20251018-095411-981.png\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"560\" srcset=\"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Screenshot_20251018-095411-981.png 720w, https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Screenshot_20251018-095411-981-300x233.png 300w, https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Screenshot_20251018-095411-981-77x60.png 77w\" sizes=\"auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><br \/>\nStammtisch &#8211; Immer wieder nervt das Weib (3)<\/p>\n<p>Wieder einmal war der heiligste Tag, aller Tage.<br \/>\nEs war wieder einmal Freitag, dass Sahneh\u00e4ubchen der aktuellen Woche. Wieder einmal trafen wir uns in unserer Lieblings Kneipe und wir hatten diese Woche ein ganz delikates Gespr\u00e4chsthema, welches so richtig unter die Haut ging.<br \/>\nJa, da waren wir wieder alle und sa\u00dfen um den runden Tisch in unserer Kneipe, zu allem bereit. Vor allem literweise den goldfarbenen Gerstensaft in unsere Birne zu sch\u00fctten. Vorneweg gesagt, wir lieben dieses Getr\u00e4nk, was man uns auch mit unseren gut gef\u00fcllten B\u00e4uchen an sah. Aber wir mussten ja schlie\u00dflich auch eine gutes Alleinstellungsmerkmal zur Schau tragen. Dieser konnte nat\u00fcrlich bei Karl-Heinz, Hans-Dieter, Klaus-Dieter und bei mir, Hans-J\u00fcrgen, nicht unterschiedlicher sein. Die einen hatten ein kleines B\u00e4uchlein, andere wieder eine regelrechte Plautze. Ja, das waren sie unsere Fl\u00fcssigkeitsmessorgane. Wir standen also gut im Saft, in unserem liebsten &#8211; den Gerstensaft.<br \/>\nSo, nun hatten wir erst einmal einen halben Liter eingeatmet und wir waren in unserem Element. Gleich rankten sich unsere Gespr\u00e4chsthemen auch gleich wieder um unser Lieblingsthema &#8211; Frauen.<br \/>\nKarl-Heinz brachte es auch gleich auf den Punkt, mit einer ebenso steilen These:<br \/>\n&#8222;Frauen nerven im Bett!&#8220;. Ich lie\u00df das erstmal sacken und fragte ihm &#8222;Wie meinste das eigentlich?&#8220; und Karl-Heinz steigerte sich gleich um so mehr in dieses Thema hinein. Ich war darin noch nicht so richtig angekommen und dachte nur so f\u00fcr mich an die letzte Nacht. Das kann ja heiter werden!<br \/>\nUnd Karl-Heinz philosicherte weiter und war sogleich in seinem Element.<br \/>\n&#8222;Wenn ich von der Erotik Mal ansehe, haben mir Frauen im Bett nichts als \u00c4rger eingebracht. Mit viel Wehmut denke ich manchmal an Zeiten zur\u00fcck, an denen ich entweder allein und entspannt die Nachtruhe genoss, oder nur vor\u00fcbergehend mit einer Frau das Bett aufsuchte. &#8222;Das war noch wirklich sch\u00f6n&#8220;, sinnierte Hans-Dieter. Unbeirrt dotierte Karl-Heinz weiter, &#8222;Die Probleme fingen erst so Mitte Drei\u00dfig an, als man das Nachtlager wie Mann und Frau teilte, sprich vom Einschlafen bis zum Aufstehen. Und da muss ich eine ganz bittere Bilanz ziehen. N\u00e4chte des Grauens ist noch stark untertrieben. Am Tage durchaus abgekl\u00e4rte Frauen mutieren angesichts von Federkern und Daunen, ausnahmslos zu verw\u00f6hnten , lebensunt\u00fcchtigen und egoistischen Zicken.<br \/>\n&#8222;Da kann ich euch auch einiges berichten&#8220; brachte sich Klaus-Dieter in das Gespr\u00e4ch ein. &#8222;Diedder, Bring uns Mal schnell noch vier Halbe, denn die Luft ist hier sehr d\u00fcnne&#8220; Klaus-Dieter redete unaufh\u00f6rlich weiter, &#8220; Beginnen wir mit dem leidigen Thema M\u00fccken&#8220;. &#8222;Vorneweg muss ich sagen das ich im Sommer grunds\u00e4tzlich gern neben einer Frau liege, weil ich dann von den Stechm\u00fccken verschont bleibe. Die st\u00fcrzen sich dann immer auf eine meiner Bett Nachbarinnen.<br \/>\nDas ist bitter, tut mir pers\u00f6nlich auch wirklich leid, ist aber noch lange kein Grund mich grob wach zu jammern mit &#8222;Ich bin v\u00f6llig zerstochen!&#8220;<br \/>\nMit einer Stimme im Grenzbereich zwischen Hysterie und Nervenzusammenbruch moduliert. Der Auftrag an mich, den m\u00e4nnlichen Sicherheitsbeamten ist klar: Steh auf und geh M\u00fccken jagen&#8220; .&#8220; Ich weiss nicht, warum Frauen selbst keine M\u00fccken jagen, warum sie im Bett liegend, den Sp\u00e4her machen, auf schwarze Punkte an der Decke deuten und DA! Rufen. Ich wei\u00df vor allem nicht, warum ich g\u00e4hnend mit zersaustem Haar und einer zusammen gerollten Zeitung auf der Matratze stehe und auf Zuruf M\u00fccken tot schlage.<br \/>\nIch rief &#8220; Diedder lass Mal wieder die Luft aus den Gl\u00e4sern, der Fl\u00fcssigkeit Bedarf ist heute wieder richtig enorm.&#8220;<br \/>\nKarl-Heinz, der ganz kurz ein wenig eingenickt war, schreckte pl\u00f6tzlich auf: &#8222;Wie schlafe ich normalerweise?&#8220; Alle riefen: &#8222;Ganz schlecht&#8220; und lie\u00dfen die Biergl\u00e4ser heftig klirren. &#8222;Prost, ihr Bauchuntenschl\u00e4fer&#8220;. Ich rief noch &#8222;Prost, haut weg den Schei\u00df&#8220;, um danach auch gleich aufzustehen in schnellen, st\u00fcmischen Schritten an Diedder vorbei um auf der Toilette wieder unsere K\u00f6rper zu entleeren. Den einen oder anderen Ton einer Kleinen Nachtmusik hallte noch durch den Raum, aber richtete keine nennenswerten Sch\u00e4den an.<br \/>\n&#8222;Also wie schlafe ich normalerweise? Am liebsten in der L\u00f6ffelstellung \ud83e\udd44.<br \/>\nIch liebe diese Schlafposition, weil sie mich in dem Grundvertrauen in die Richtigkeit meines Daseins best\u00e4rkt. Nun gibt es aber zahlreiche Frauen, die sich anfangs sehr anschmiegsam geben und leidenschaftlich &#8222;L\u00f6ffeln&#8220;, sich dann aber wenn es um die endliche Schlafposition geht, als sehr hartleibig erweisen. Sie sto\u00dfen sich mit der einen Hand von mir los, ergreifen mit der anderen Hand die vermeintlich eigene Bettdecke und verdeitigen dies Refugium mit erbitterter Gegenwehr. Ich muss derweilen geduldig warten, bis die &#8222;Meine Decke geh\u00f6rt mir&#8220; Audistin endlich in den Schlaf gesunken ist und ich beginnen kann, vorsichtig robbend verlorenes Terrain zur\u00fcck zu gewinnen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Wenn ich dann, nunmehr halbherzig l\u00f6ffelnd, in tiefen Schlaf gesunken bin, kommt h\u00e4ufig schnell die n\u00e4chste Gemeinheit. Ein brutaler Sto\u00df, meist mit dem Ellbogen ausgef\u00fchrt, trifft mich in die Seite.<br \/>\nIch schrecke hoch und h\u00f6re eine schneidenden Stimme &#8222;Du schnarchst&#8220;<br \/>\nSo etwas w\u00fcrde ich nie tun. Ich finde es bezaubernd wenn sie im Schlaf redet oder ein bisschen vor sich hin blubbert. Nie w\u00fcrde ich sie mit dem Ellenbogen sto\u00dfen. Aber Frauen ist es ja egal, ob man dem n\u00e4chsten Morgen eine wichtigen Termin hat. Nach dieser Tat versinken sie umgehend wieder in den Tiefschlaf und ich liege mit tellergro\u00dfen Augen in der Dunkelheit und finde nicht wieder in den Schlaf.<br \/>\nAuch Klaus-Dieter bringt sich wieder ins Gespr\u00e4ch, nachdem er sich mit seinem eigenen Bier so richtig voll ges\u00e4ubert hatte, sabberte er weiter. &#8222;Grauenhaft ist eine andere Variante der k\u00f6rperlichen Attacke. Da liegt man wohlig unter seiner Decke und ist am Weg nicken und da kommen sie: KALT, EISKALT. GEFRORENE FRAUENF\u00dcSSE, schieben sich langsam und unaufhaltsam zwischen die m\u00e4nnlichen Schenkel. Dort sollen sie gew\u00e4rmt werden. Der Mann zuckt zur\u00fcck, windet sich, versucht die unausweichliche Flucht, aber die weichen Eisgletscher unter der Bettdecke sind st\u00e4rker!<br \/>\n&#8222;ALLE FRAUEN HABEN KALTE F\u00dcSSE! ALLE!!<br \/>\nUnd sie kennen kein Erbarmen. Stumm aber fordernd kommen sie in der Nacht gebrochen und saugen K\u00f6rperw\u00e4rme im Gigawatt-Bereich ab.<br \/>\nSchrecklich!<br \/>\nManchmal geben sie auch dann keine Ruhe, wenn man ihre &lt; Permafrost F\u00fcsse&gt;<br \/>\nenteist, das Schnarchen eingestellt hat und dem L\u00f6ffeln entsagt hat, dann haben sie etwas geh\u00f6rt: R\u00e4umen sie,<br \/>\noder &lt;h\u00f6rst du die komischen Ger\u00e4uche&gt;.<br \/>\nDie Botschaft ist erneut glasklar: Mann packe dir einen h\u00f6lzernen Kleiderb\u00fcgel oder eine sonstige behelfsm\u00e4\u00dfige Waffe, wage dich in die dunkle Wohnung und vertreibt den Einbrecher, wenn du einen findest. Klar das jeder Man dem tief verwurzelten Instinkt zum Schutz seiner Sippe folgt und in Socken und Unterhosen wie ein Depp im Dunkeln en um her stolpert und dann frierend und unverrichteter Dinge zur nat\u00fcrlich tief schlafenden Frau zur\u00fcck zu kehren.<br \/>\nWer meint, mit dem Morgengrauen sei der \u00c4rger aus gestanden, das Grauen nimmt weiter seinen Lauf. Wie in einem Horrorfilm, der scheinbar seinen gruseligen H\u00f6hepunkt erreicht hat und dann noch einmal unbarmherzig zu schl\u00e4gt. Ich meine jetzt die unterschiedlichen Schlaf- und Wachzeiten.&#8220;<br \/>\nErst einmal, Diedder bring noch vier von deinen Hopfenkaltschalen und vier Kurze die richtig lang sind.<br \/>\nHans-Dieter, meldete sich gleich ganz aufgeregt zu Wort. &#8220; Das kenne ich richtig gut, das mit den unterschiedlichen Schlaf- -und Wach Zeiten. Wer meint am Morgen sei der ganze \u00c4rger ausgestanden, t\u00e4uscht sich gewaltig. H\u00f6rt zu. Ich arbeite meisten bis in die fr\u00fchen Morgenstunden.&#8220;<br \/>\n&#8222;Ha, ha&#8220;, gr\u00f6lte ich gleich. &#8220; Du h\u00e4ngst wie heute die ganze Nacht in der Kneipe. Das hat doch mit Arbeit \u00fcberhaupt nichts zu tun!<br \/>\nAber Hans-Dieter lie\u00df sich gar nicht weiter aus seiner Rede bringen. &#8222;Ich stehe dann folgerichtig nicht gerade mit den H\u00fchnern auf. Kein Problem f\u00fcr den Alleinschl\u00e4fer. Was soll ich aber mit einer Frau machen, welche morgens um Sieben Kerzengerade nach federnd im Bett sitzt, Langeweile hat, sich laut und vernehmlich reckt, g\u00e4hnt und r\u00e4uspert, aufdringlich K\u00f6rperkontakt sucht und am Ende gar Sex fordert&#8230;&#8220;<br \/>\nWie aus einem Gu\u00df kam sofort ein &#8222;oh nein, das fehlte uns gerade noch, die Weiber sind wirklich nicht ausgelastet. Sie h\u00e4tten doch gen\u00fcgend mit ihrem Haushalt und ihrem Job zu tun. Aber das m\u00fcssen wir ihnen noch richtig beibringen. So kann doch das echte Leben nicht weiter gehen. Wir brauchen unsere Kneipen Freiheit. Jawohl, das sind die richtigen Worte zur Tageszeit!<br \/>\nProst, M\u00e4nner.&#8220;<br \/>\nAuch ich musste nun dazu auch noch meinen Senf dazu geben.<br \/>\n&#8222;Nachdem wir blutsaugende Insekten zur Strecke gebracht haben, zum Dank daf\u00fcr Ellenbogen Checks kassiert haben und unter die eigene Bettdecke verbannt wurden, gemeinsam Permafrost F\u00fcsse sp\u00fcren mussten, reichte es mir.<br \/>\nUnd zwar richtig! Eines Morgens fr\u00fch w\u00fcrde ich durch die Frage geweckt Kurz danach fiel die Wohnungst\u00fcr lautstark ins Schloss und ich mu\u00dfte mir den Kaffee selbst machen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Gibt es da keine Hoffnung?&#8220;<br \/>\n&#8222;Doch, die gibt es. Ich habe da jemanden kennen gelernt. Und die ist ganz anders.<br \/>\nSie ist anschmiegsam und kuschelt exzessiv. Ich darf in ihrer Gegenwart ausgiebig schnarchen. Wenn sie Ger\u00e4usche h\u00f6rt schaut sie selbst nach dem Rechten. M\u00fccken bringt sie mit geschickten Schl\u00e4gen selbst zur Strecke und sie hat niemals nie kalte F\u00fc\u00dfe.<br \/>\nNun gut sie ist manchmal ein bisschen verspielt.<br \/>\nAber welche Katze ist das nicht?&#8220;<\/p>\n<p>\u00a9 J\u00fcrgen R\u00fcstau 2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stammtisch &#8211; Immer wieder nervt das Weib (3) Wieder einmal war der heiligste Tag, aller Tage. Es war wieder einmal Freitag, dass Sahneh\u00e4ubchen der aktuellen Woche. Wieder einmal trafen wir uns in unserer Lieblings Kneipe und wir hatten diese Woche ein ganz delikates Gespr\u00e4chsthema, welches so richtig unter die Haut ging. Ja, da waren wir [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_kadence_starter_templates_imported_post":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[7],"class_list":["post-2190","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-geschichten"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2190","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2190"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2190\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2199,"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2190\/revisions\/2199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2190"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2190"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wortgarage.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2190"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}