Mein Fenster
Ich sehe aus meinem Fenster.
Nebelschwaden ziehen vorbei,
als währen es Gespenster.
Dazwischen schimmern Lichter,
ziehen meine Blicke,
wie durch einen Trichter.
Richten sie auf die vor mir liegende Stadt,
welche große Ängste in mir entfacht hat.
Hinter diesem Fenster, meine Familie,
das wichtigste in meinem Leben.
Darauf gerichtet mein ganzes Streben.
Reflexionen durch das Fensterglas,
vermischt mit Nebel und Licht,
schimmert wie der Edelstein Topas.
Licht im Fensterglas zerbricht,
eine Lichtergasse bildet hin zur Stadt.
Folge ihr,
stehe inmitten des kalten Neonlicht.
Mein Fenster und die Familie sehe ich nicht.
Menschengedränge treibt mich in die Enge.
Lichterspiele,
absurde grelle, wahnsinnig viele.
Fühle mich einsam unter diesen Massen.
Könnte alles stehen und liegen lassen.
Sehne mich zurück nach meinem Fenster,
nach Ruhe,nach Familie,
nach einem Stück Geborgenheit.
Familie ist das
wertvollste Gut in dieser hektischen Zeit.
© Jürgen Rüstau 2025